alterbergbau.de

1. Mai 2007

Größte historische Gruben-Inschrift der Region in „Rabor” entdeckt – Denkmalschutz wird beantragt

Abgelegt unter: Plettenberg — Oliver Glasmacher @ 22:01

Plettenberg. Da staunten die beiden Bergwerksforscher Karsten Binczyk und Dipl.-Geol. Andre Hellmann nicht schlecht , als sie in der alten Plettenberger Grube „Rabor” ein Stück von einer Zahl , eingemeißelt in einer Stollenwand fanden. Mit Wasser, Spachtel und Bürste legten sie die größte Inschrift frei, die bis heute in der regionalen Bergbaugeschichte gefunden wurde.
Inschriften und Zeichen unter Tage suchen und dokumentieren die beiden Herren schon seit langem. Auf Bergwerksanlagen
hier und in anderen Bergbauzentren wie z. B. im Harz oder im Freiberger Raum gab es Markscheider (Vermesser unter Tage), die die Lage übertägiger Erzfunde so umrechneten, das der Stollengang vom Bergmann unter Tage auf das Vorkommen ausrichtet wurde.
Waren die Hauer im Stollen fleißig, kamen mehr Meter in einer gewissen Zeit zusammen und sie verdienten gut.
Wurde das Gestein härter, gab es weniger Lohn. Im Stollen „Rabor” wurde wahrscheinlich imJahre 1743 die Stollenlänge
von einem Markscheider in der Wand verewigt. Der Markscheider setzte einen Quartalswinkel (schlug einen rechten Winkel ins gestein), der für die weitere Entlohnung des Bergmanns maßgebend war, denn von dort wurde die Leistung des Bergmans weiterberechnet bzw. weiter gemessen. Es gibt aber noch weitere Markscheider und Gedingezeichen in unseren Gruben. In Plettenberg haben Binczyk/Hellmann dieses Zeichen im Bergwerk Alter Mann, im Bergwerk „Beerenberger Zug” und im Bergwerk „Emanuel” nachgewiesen.
Mittlerweile hat Karsten Binczyk in Plettenberg um die 30 verschiedene Zeichen gefunden, und es werden immer
mehr. Nun kam auch noch im Grubenfeld des Bleierzbergwerks „Rabor”, wo Binczyk „Hausrecht” besitzt,
im oberen Stollen diese Inschrift zum Vorschein.
Eröffnet wurde das Bergwerk „Rabor” Mitte des 19. Jahrhunderts, doch der Ursprung der Anlage ist wesentlich
älter als vermutet. Der Erzgang wurde mit drei Stollen erschlossen, die alle nicht mehr zugänglich sind.
Die Inschrift zeigt das Jahr 1743, Ursprung ihres Entstehens. Unter der Jahreszahl sind noch zwei weitere Zeilen. Dort steht „Hier : In: Tei : Sind : ERTZ”. Der Ersteller dieser Schrift möchte wohl zum Ausdruck bringen, dass hier in dem Stollen Blei-ERZ gefunden wurde. Die alte Schreibweise von Erz ist mit „t” geschrieben. Die Silbe „Tei” ist wohl mit „Teil” zu übersetzen. Die dritte Zeile ist nicht so deutlich. Er schreibt „hier in die tei H ? einer/ „ es kann aber auch „hier in die ?ein/ einer / „ heißen. Legen wir nun die Jahreszahl 1743 zugrunde, und rechnen die durchschnittliche Vortriebsleistung eines Bergmanns, kommen wir bei 52 Wochen auf eine Jahresleistung von 41 Meter.

Es kann also durchaus sein, dass der Stollenbau etwa 1742 begann. Es kann aber auch sein, dass die Lettern viel später
erstellt worden sind. Das heißt, der Stollen ist noch viel älter, wurde zum Beispiel um 1700 begonnen und die Inschrift
wurde dann 1743 erstellt, nachdem man Erze weiter hinten im Stollen gefunden hat.
Die Stollenlänge beträgt bis „vor Ort” 108 Meter. Legt man den schlechtesten Vortrieb zugrunde von 0,40 Meter
pro Woche, erhält man den Wert von 20,80 Meter im Jahr. Wenn der Betrieb so ohne Pausen durchgelaufen wäre,
hätte man für den reinen Stollengang etwa 5 Jahre gebraucht. Mit Unterbrechungen um die Hälfte 10 Jahre. Da sich kaum Abbaue zeigen, handelt es sich hier um einen reinen Suchstollen. Ein angelegtes Gesenk und ein vielversprechendes „Überhauen in der Firste” des Stollen brachte auch kein richtigen Ertrag.Aufmerksam geworden auf diese Lagerstätte ist man wahrscheinlich durch den Hohlweg der das Grubenfeld kreuzt. Dort lag der Erzgang offen.

Nicht nur durch Zeichen ist der Stollen interessant, sondern auch durch eine besondere Nische. Es gibt Geleucht-
Nischen, die eher kleinere Ausmaße haben. Hierbei dürfte es sichumeine Gebets-Nische handeln. In der kleinen Nische in der Hinterwand könnte eine Figur der Hl. Barbara gestanden haben; seit dem 14. Jahrhundert Schutzpatronin der Bergleute.
Als der Stollen im letzten Jahr von Abenteurern geöffnet wurde, war er in gut 8-10 Wochen derart vermüllt, dass
den beiden die Haare hoch standen: Rotweinflaschen, Batterien, Brotpapiere, Plastikflaschen, Radios, Eieruhren,
Plastiktüten und vieles mehr fand sich. Alles wurde in Müllsäcken entsorgt, der Stollengang richtig und fest verfüllt. Karsten Binczyk wird einen Antrag auf Denkmalschutz stellen, damit diese unwiederbringbaren Spuren der Plettenberger Bergbaugeschichte erhalten bleiben, auch spätere Generationen unbelastet forschen können.
Quelle : Plettenberger Rundschau

5. März 2006

Erzbergbau in Plettenberg

Abgelegt unter: Plettenberg — Oliver Glasmacher @ 21:46

Vorwort.

Dieser Artikel ist aufgrund von eigenen Ortsbegehungen im Gelände, Recherchen in den im Anhang genannten Quellen und Bergakten sowie persönlichem Gedankenaustausch mit Christoph Bartels und Karsten Binczyk entstanden. Ich denke mein Werk sollte geachtet und nicht ohne meine Erlaubnis kopiert werden.


Die Bergwerke in der Hohen Molmert

Der Aufstieg den steilen Weg durch die “Bommecketal-Klamm” ist beschwerlich und der Anblick der Bergkämme der fast senkrecht liegenden Devon-Gesteinsschichten ist beeindruckend. Trotz der harten Gesteine hat es die Bommecke geschafft, sich ihr Bett durch diesen Riegel zu bahnen. Hoch oben im Tal, am Fuss der Hohen Molmert sind die Schätze an Vorkommen entdeckt worden. Vor allem Bleierze sind hier entdeckt worden. Die Bleierze treten hier überwiegend als Bleiglanz-Gänge in den Störungszonen und Klüften vor. Mächtigkeit schwankt.

Beiderseits der Bommecke und auf den Höhen sind schöne Stollen, Halden und andere Merkmale des alten Bergbaues erhalten geblieben.

Bergbau in der Hohen Molmert ist seit 1440 belegt. In diesem Jahr wird die Holthausener Kapelle in der Ortschaft Holthausen am Fuss der Hohem Molmert erwähnt, die der Heiligen Barbara, (Schutzpatronin der Bergleute) geweiht ist.

Die Deutung der Namen für die Bergwerke

Eigentlich ist es schwer festzustellen, welche Stollen zu welchem Bergwerk gehören. Jeder ist anderer Meinung, die Grundkarte, die Experten, die Heimatforscher. Dies ist meine Theorie.

Erste Schriftliche Quelle:

Ein Bericht von 1636: “die Bleierzgruben am Tümpel schon mehr als 30 Jahre wüst lagen, wogegen im benachbarten Feld Wormel noch schwach gearbeitet würde“.

Und im Bericht von Jakob am Ende 1663: das Bleybergwerk aufm Dümpel bey Plettenberg.

-> Heute existiert noch die Flur „Dümpeln“ Hier findet sich auch ein verfallener Stolleneingang im Gebüsch.
Die Grube Wormel die benachbart der Grube am Tümpel liegt ist allerdings noch um 1636 in Betrieb.

1663 heisst es im Bericht von Jakob am Ende „und noch ein Bleybergwerk so ebenfalls von undenklichen Jahren wüst gelegen“.

1656 belehnt der Große Kurfuerst den Johann Ludwig mit dem Bergwerk “auf der Wormel” und erteilt ihm absolute Freiheit sich aller nötigen Materialien aus dem Berg und Wald zu bedienen und Häuser und Schmelzhütten usw. zu bauen. Außerdem erhält der Ober-Komissar Ludwig 10 Jahre Abgabenfreiheit.

1675/1677 war damit Rentmeister Macharell zu Hörde belehnt, ob er gefördert hat ist nicht bekannt. Jedenfalls stellt 1688 Jakob am Ende in seinem Bericht über die örtlichen Bergwerke fest, dass das Bergwerk verfallen war.

1716 wird “an der Wormel” unter dem Namen Wurmberg wieder eifrig nach Bleierz gegraben, damals waren 2 Stollen vorhanden. Man hatte einen Verbindungsschacht zwischen den beiden Stollen hergestellt und ein Zechenhaus errichtet.Iserlohner Kaufleute beteiligen sich am Bergwerk und es wird ein 3.Stollen in den Berg getrieben. Von 1721-1755 wird Bergbau betrieben.

1758 wird Christian Rampf mit dem Bergwerk Wurmberg belehnt. 1759 wird ein neuer, 3 Zoll dicker Erzgang angetroffen und es wird eine Pumpanlage im untersten Stollen eingerichtet.

Nach Bertram wurde das Erz aus der Grube in der Hütte auf dem Dümpel geläutert. Damit ist wohl ein Platz zum Rösten und Pochen gemeint wie er bei Acricola beschrieben wird (siehe auch Bartels ) evtl. mit anschließender Verhüttung.

Heute können wir nur noch den „Wormelsweg“ zur Deutung heranziehen. Normalerweise ist ein Weg immer nach dem Ort benannt wo er hinführt und die alte Quelle, dass die Grube Wormel benachbart dem Dümpel liegt. Diese Grube ist von Gero Steffens montanarchäolgisch untersucht worden und wird nach einer alten Muthungsübersichtskarte als Grube Emanuel bezeichnet.


Wie schon gesagt, fallen die Gesteinschichten fast senkrecht ein und so liegen die Gangvorkommen hier in steilfallenden Gängen vor. So waren die Vorkommen bis zum Grundwasser bald ausgebeutet und es wurde ein Stollen aufgefahren um das Grundwasser abzuleiten und an die tieferen Erzschätze zu gelangen. So wird im 16.JH der obere Stollen aufgefahren. Bald wird ein noch tiefere Stollen, der heutige Mittlere Stollen aufgefahren und auch dieser wird von dem 200 m langen Tiefen Stollen übertroffen, der in der zweiten Hälfe des 16 .JH aufgefahren wird. Auch die gefunden Markscheiderzeichen im Stollen, die denen am Rammelsberg im Harz gleichen, werden von Steffens und Bartels in die Zeit 1545-1585 datiert.

Dann haben wir nebenan noch das sogenannte Pingenfeld „Alter Mann“. Dieses Pingenfeld heisst aufgrund zweier Verleihungen des 19.Jahrhunderts so. Hier gibt es eine Menge alten Bergbau. Die Plettenberger Zinkgewerkschaft hatte sich das Grubenfeld 1866 auf Zinkerze verleihen lassen.. “Das Zinkerz fand sich in Schnüren von mehreren Zoll Mächtigkeit” . 1867 wird auch Bleierz verliehen. Bergbau ist danach im 19.JH laut Grubenakten darin nicht umgegangen. Im Ersten Weltkrieg wird ein Stollen als Pulverkeller genutzt.

Die Grube „Emanuel“ ist allerdings im 19.JH nicht mehr beachtet worden.

Gleiche Praxis koennen wir bei Holthausen beobachten. Hier wird die Muthung “Rabor” in einem alten Stollen vorgezeigt. Und in der Bremcke am Ziegenkamp wird die Grube Franziska verliehen, die mit einem langen Stollen die alten Bleikuhlen erschließen will.

Grube Rabor.

Das Bergwerk in der Flur „Stene“ könnte das Bergwerk sein, dass in Jakob Endes Bericht von 1663 als Bleybergwerk beim Mollhoff am Stein Nocken benannt wird. Auch weil es in einem Atemzug mit dem Ziegenkamp genannt wird, und diesem relativ benachbart liegt. Hier wird 1854 die Grube Rabor verliehen, das Vorkommen wird in alten Bauten offengelegt. Es finden sich Quarz, Schwefelkies, Spateisenstein, Eisenocker, Bleiglanz. 1893 wechselt das Bergwerk den Besitzer. <- Dieser Text unterliegt dem Urheberrecht von Oliver Glasmacher. Den Text hat Herr Hassel ohne meine Genehmigung kopiert und auf seiner Seite plettenberg-lexikon.de eingefügt.

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Grube Hessenkamp, alte Pingen belegen den Bergbau. Es wird 1688 im Bericht des Jakob am Ende erwähnt:
Ein Bleybergwerk beim Mollhoff, am Stein Nocken wie auch am Seegen oder Heßen Kamp bey und im Amt Plettenberg”

Grube Ziegenkamp, 1588 beabsichtigte der Altenaer Rentmeister von Diest das Bleibergwerk wieder in Betrieb zu nehmen und bat den Landesherrn ein altes Bergwerk auf dem Siegernkamp gelegen” zu verleihen. Bis Anfang des 17.JH. wurde das Bergwerk durch “von Diest” betrieben. 1636 liegt es wuest.

Bei Jakob am Ende erfahren wir im Bericht noch einige Details (1663). Das Bergwerk hat schon viele Jahre still gelegen. Nachtrag von 1716, das Bergmeister Weiß die Grube wieder in Betrieb genommen hat (Muthung von 1714). Ein alter Stollen wurden gesäubert und geöffnet und hier und da fand man von den alten stehen gelassene Erze. 1717 schreibt der Bergmeister an einen Mitgewerken : die Ziegenkämper thäten es allen Gruben zuvor, er könne mit 5 Mann in der Woche 40 Kübel Erz fördern.
Hingegen Bericht des Schichtmeisters: es sei soviel nicht zu gewinnen, es wäre denn, dass die Alten bessere Ausbrüche verlassen hätten und dass nach der Schmelze von dem geförderten Erz nicht viel übrig bliebe. 1756 wurde der Bergbau stillgelegt (fro).

1866 wird bei Bremcke die Grube Franziska unter Bezug auf eine alte Muthung “Gottessegen” verliehen. Die Berechtsame umfasst ½ Quadratlachter . Es wird nur sehr gering Erz gefunden. Zum Antrieb der Wasserförderung wird eine Dampflok eingesetzt, die Kohlen werden mit dem Pferdefuhrwerk vom Bahnhof Plettenberg angefahren. Der Vortrieb stockt mehrmals. 1899 lesen wir , dass es nicht um eine 1000teilige Gewerkschaft handelt. Gewerken sind Heinrich Rustemeier und Friedrich Wilhelm Copalla aus Dortmund. Repräsentant ist G.Spieker aus Bonn. Bisher wurde nicht gefördert.

1891-1893 waren 6 Mann beschäftigt (1909 wird der Betrieb eingestellt. In einer anderen Quelle lesen wir, es soll versucht werden, mit einem langen Stollen unter die alte Grube Ziegenkamp zu stossen. Es kam nicht zur Förderung. Im Oktober 1893 wird der Betieb eingestellt.

Grube Franziska I. Verliehen 1892 - gehört der Gewerkschaft Franziska. zwangsversteigert 1914. Unter Bezug auf die Ausführungen von Bertram ist die in der Landkarte eingetragene Grube Franziska, die Grube Franziska I (oberhalb Holthausen). Aus den Grubenanlagen wird heute Trinkwasser gewonnen. So steht es auch in der Grundkarte.

Die Grube Klinkmecke wird schon im 17.JH benannt. Es soll bis 1620 eine Eisengrube in der Klinkenbecke gegeben haben.(fro) Um 1750 baute der Altenaer Bürgermeister von Diest hier Eisenerzknollen ab. In einiger Entfernung wurden bis 4 m tiefe Schurflöcher angelegt. Ab einer Tiefe von 3 m fand man gelbe, teils fettige teils sandige eisenschüssige Lettenschicht, die schalen tonigen Brauneisensteins und kleine Eisenerzknollen enthielt. Bis 1857 mit vielen Unterbrechungen wurden die Schalen und Knollen “Eisenerz” abgebaut. Dann fiel die Grube ins freie, denn eine neue Muthung unter dem Namen “Neu-Dortmund” wurde eingelegt.1859 wurde ein Antrag auf Felderweiterung gestellt. 1874 wurdedas Feld aufgegeben. Das Feld liegt oberhalb des “Springbrunnens”

Grube Neu-Glück
Grube Neu-Glueck liegt am Wolfshammer. 1755 gemutet durch Hermann Schantz
Es wurde ein Stollen an der Else angesetzt und damit der Gang bald angehauen und 9 Lachter aufgefahren
nach 3 Monaten war der Stollen bereits 18 Lachter auf dem Gange aufgefahren, es zeigten sich lebendige Bleyspuren.
im September wird Muthung auf eine Fundgrube und 4 Maßen ins Westen, Poch und Hüttenstolle und Kunstgefälle eingelegt.
1756 liegt das Bergwerk still. Die Aussichten werden gerühmt. Da der Berg sehr hoch sei so denkt man ohne Anlegung eines Gesenkes noch lange Zeit über der Stollensohle abbau betreiben zu können.
1757 ist der Stollen wieder in Betrieb und es wird in einem Trumm Bleierz gebrochen
1759 muss der Betrieb eingestellt werden. Die Gewerken hatten veranlaßt das der Stollen statt weiter auf dem Hauptgang aufgefahren zu werden, auf ein Nebentrum geführt wird. Das Bergamt sah keinen Grund hierfür und hat die Erlaubnis für den Betrieb entzogen !

Beitrag zum Bergwerk auf dem Bärenberg wird überarbeitet. Zuviele Details ~ ist gefährdet.
Das Grubenfeld Heidberg I + II liegt südlich des Berges Heiligenstuhl. Beide Grubenfelder wurden 1885 an die Gewerkschaft Heidberg (auch Heidelberg genannt) verliehen. Grosser Abbau scheint aber nicht umgegangen sein. Vor dem Stollen sieht man heute noch eine schöne Zungenhalde; der Stollen ist verfallen. Oberhalb des Stollens sind schöne tiefe Schachthalden zu finden.

Im Streit von 1521 wird das Eisenerzbergwerk „auf dem Hoverley“ erwähnt.. 1551 beginnt Gert von Ruspe “up dem Hoverley to graven und weigert sich dem Grafen v.d. Mark den Zehnten zu zahlen; er gehöre zum Hause Brüninghausen..”. (F.Schmidt). 1688 berichtet Jakob am Ende von diesem Bergwerk: Es sei vor 50 Jahren reich an Eisenerz gewesen dann aber lange Zeit nicht mehr betrieben worden. Das Erz sei auf der Elhauser Hütte geschmolzen worden. Um diese Zeit geht dort kein Bergbau mehr um. (fro)


Die Grube Brandenberg im Saley, wird bereits im 1663 urkundlicherwähnt Der Bergbau soll aber älter sein. Das Bleierz kam in Nestern vor. Grosse Tagebauten
bestätigt dies.1843 ist das Bergwerk neu verliehen worden. ; letzte bekannte Befahrung 1952 durch Fritz Bertram.

Grube Wilde Frau (Kupferkies)
Seit 1862 in Betrieb. Es wurde ein 3 m langer Stollen in den Grauwackeschiefer vorgetrieben. Als Kupfer gefunden wurde, kam es zu Grenzstreitigkeiten mit der benachbarten Grube Vorwärts. Erst nach Löschung dieser Muthung 1858 konnte der Kupferpfund gemuthet und vom Bergamt verliehen werden. In einer Lettenkluft wurden Quarzschnüre und Quarzbrocken mit Kupferkies angetroffen. Eine Analyse des Fundes ergab: 34,22 % Kupfer, 31,42 % Eisen, 0,046 % Silber, 33,07 % Schwefel. Die Verleihung erfolgte jedoch auf Kupfer. Seit 1870 wurde das Bergwerk dann nicht mehr betrieben. Neue Interessesten an dem Bergwerk ließen Aufschlussarbeiten ausführen. 1888 legten Sie eine Muthung auf Zinkerz ein. Zu einer Übernahme ist es jedoch nicht gekommen. 1890 ist die Grube geschlossen worden.

Grube Wilde Mann (Kupferkies) - bei Landemert

Bereits im 15.JH ist hier Bergbau betrieben worden. Im 30jährigen Krieg kam der Abbau zum erliegen und das Bergwerk wird erst wieder 1753 erwähnt, aber nach kurz danach wird der Abbau eingestellt.

Mit der 1849 beginnt die Glanzzeit der Grube. Bei der Besichtigung durch das Bergamt wird in einem Stollen 42 Lachter vom Mundloch entfernt ein 2 Fuss mächtiges Quarzlager aufgeschlossen. Die Kupfererze werden jedoch lediglich durch Haldenfunde nachgewiesen. 1850 wird das Bergwerk an Markus Lion und Dr. Saalmann verliehen. Die Ausbeute war erheblich.
Es wird 1854 eine Erzwäsche und die Aufbereitung “Caroline” im Tal der Grüne errichtet. Heute steht da im Atlas “Schmelzhütte”. Diese Schmelzhütte lieferte in diesem Jahr 8000 Pfund sehr gutes Silber. Später waren die Ergebnisse dann rückläufig, da die Grube 1861 wegen Zahlungsschwierigkeiten ins Freie fällt.
1863 wird wurde der Betrieb wieder aufgenommen. Bis 1867 wurde der Betrieb mühsam aufrecht erhalten, dann folgte die endgültige Zwangsversteigerung.
Die neuen Besitzer haben keinen weiteren Abbau vorgenommen.

Benachbart, am Almberg ist im 19.JH ein Erzvorkommen unter dem Namen Gerechtigkeit gemuthet worden.


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