alterbergbau.de

2. August 2008

Rosengarten die Schöne

Abgelegt unter: Sundern — Oliver Glasmacher @ 10:57

Rosengarten die Schöne (c) Oliver Glasmacher, Endfassung 09.12.2007 Rosengarten ist wohl nach letzten Erkenntnissen ein nesterartig vorkommendes Erzvorkommen am Nordhang des Baukloh.

Hier wurde die Eiserne Hutzone bereits vor einiger Zeit, wahrscheinlich auch noch im 17./18. Jahrhundert gewonnen. Der entsprechende Abschnitt ist übersäat von Pingen .

Nachdem die Erze in der Grube Rothloh abgebaut sind und die anderen Vorkommen nicht genug Erze zur Aufrechterhaltung der Christinenhütte in Sundern liefern, versucht die Gewerkschaft Wildewiese auch am Rosengarten mit mit einem aufwändigen Stollenprojekt neue Aufschlüsse zu erschließen um abbauwürdige Erzvorkommen zu finden.

1856 wird ein tiefer Stollen im Rottensiepen angesetzt, und in Richtung der Lagerstätte Rosengarten aufgefahren um das Lager unter den alten Pingen aufzuschließen. 1864 wird die Lagerstätte angetroffen und weiter nach Westen streichend verfolgt. Zwischenzeitlich kommt das Projekt immer wieder ins Stocken. 1899 wird der Theresienstollen wieder aufgewältigt. Mit 2 Mann Belegschaft soll das Lager in Nordöstlicher Richtung solange überfahren werden bis es bauwürdig erscheint ! Die Erfolge sind spärlich: Gefunden werden mehrere Erzmittel mit schwankenden Mächtigkeiten von 0,75 - 3 m. Nach dem 1901 die Arbeiten eingestellt wurden, kam mit einem neuen Gesellschafter 1905 auch neuer Elan. So wurde die Zimmerung ausgebessert und neue Laufbohlen verlegt. Die Aufschlußarbeiten wurden fortgesetzt. 1906 wurde die Hoffnung endgültig aufgegeben. Der Stollen wird heute zur Wassergewinnung genutzt und außer der großen Halde lässt nichts mehr auf ein Bergwerk schließen. Dagegen hat sich am Berg vom Bergbau der Alten eine Mondlandschaft erhalten, wie die nachstehenden Bilder belegen.

Quelle: Grubenakten

Pingen am Rosengarten 1

Pingen am Rosengarten 2

Pingen am Rosengarten 3

2. September 2007

Besucherbergwerk im alten Stollen ?

Abgelegt unter: Sundern, News-Archiv — Oliver Glasmacher @ 22:45
Besucherbergwerk im alten Stollen ?
30.08.2007 / LOKALAUSGABE / SUNDERN
Endorf. (stef) Waldesruh in Boenkhausen. Seit fast sieben Wochen ist der Stollen, den der Heimatverein Endorf in ehrenamtlicher Arbeit freigelegt hat und seit 2004 betreut, geschlossen. Als zustaendige Bauordnungsbehoerde hat die Stadt Sundern den Zugang und den Eingang zum Stollen verplombt. Wie wird jetzt in dieser Sache weiter verfahren? “Der einzige Weg, den Stollen wieder zu oeffnen, ist, dass man daraus einen Besucherstollen macht”, erklaert Peter Hogrebe von der Bergverwaltung in Recklinghausen der Bezirksregierung Arnsberg. “Nur so kann das Ganze kann legalisiert werden.” Mitte Juli hatte ein anonymer Anrufer bei der Stadt angezeigt, dass Besucher durch den Stollen gefuehrt worden waeren. Was nicht haette sein duerfen. Dieser Sachverhalt wurde vermittelt, ob die Aussage richtig oder falsch war, stand ausser Frage. Schnelles Handeln schien Juergen Loerwald im zustaendigen Bauordnungsamt geboten, so dass er den Stollen versiegeln und verplomben liess. “Um den bestehenden Gefahrenzustand zu sichern, haben wir alles abgesperrt”, so Loerwald. “Es war eine Erstmassnahme, um Gefahren zu unterbinden.” Mit einem Zaun ist der Bereich zum Stollenmund nun weitraeumig abgesperrt. Auch den Weg bis zum Eingang mit dem schweren Eisengitter koenne man nicht freigeben, erklaert Loerwald. “Das kann man aus dem Grunde nicht, da man dort Abgrabungen vorgenommen hat. Dazu braucht man eine Baugenehmigung. Und man weiss nicht, wie sich das Gestein drumherum verhaelt. Da ist moeglicherweise ein Bodengutachten erforderlich.” Gerade bei starkem Regen koennte es Ausschwemmungen geben. “Ich moechte da nicht stehen, wenn das Gestein herunterkommt.” Darueber hatte man offentsichtlich noch nicht nachgedacht, seitdem am Ostermontag 2004 die Eroeffnung des Bergbauwanderwegs vor dem Boenkhauser Stollen in offizieller Runde gefeiert wurde. Doch es bleibt dabei: “Eine rechtlich saubere Loesung zur Begehung dieses Stollens geht nur ueber das Umwidmen des Stollens in ein Besucherbergwerk”, so Peter Hogrebe, der sich in dieser Sache allerdings zurueckhaltend gibt. “Die Zustaendigkeit unseres Hauses ist nur gegeben, wenn Gefahr in Verzug ist. So lange das Ding verschlossen ist, sind wir aber nicht zustaendig.” Um die Erstellung des dazu erforderlichen Betriebsplans kuemmert sich nun der Heimatverein Endorf. Der Vorstand um Klaus Bruder, Rechtsanwalt Guido Loehrer und Bergbau-Freund Hans Kleiner treibt die Sache voran. So schnell wie m�glich m�chten sie den Zugang fuer Besucher wieder freimachen. “Auch wir wollen auf der sicheren Seite sein”, sagt der Heimatverein-Vorsitzende Klaus Bruder. Fuer die Genehmigung des Betriebsplans ist dann wieder die direkte Bergaufsicht in Recklinghausen zustaendig. Peter Hogrebe betont: “Das ist der einzig vernuenftige Weg fuer alle Beteiligten.”. quelle: Westfalenpost.de

4. August 2007

Stadt sperrt Stollen bei Bönkhausen

Abgelegt unter: Sundern, News-Archiv — Oliver Glasmacher @ 15:45

19.07.2007 / LOKALAUSGABE / ARNSBERG

Sundern. (ass) Aus Sicherheitsgründen hat die Stadt Sundern den Zugang zu einem Stollenmundloch sowie den Stollen selbst sperren lassen. Alle Zugänge sind nun amtlich verplombt. Hintergrund dieser bauordnungsrechtlichen Verfügung waren Führungen, die dort stattgefunden haben. Dies sei illegal und lebensgefährlich gewesen, so die Stadt Sundern. Bergbaufreunde sehen das anders und warten jetzt auf einen positiven Bescheid vom Bergamt Recklinghausen. quelle: Westfalenpost.de

18. Februar 2007

Harte Arbeit wird erlebbar

Abgelegt unter: Sundern, News-Archiv — Oliver Glasmacher @ 20:06

Harte Arbeit wird erlebbar
04.02.2007 / LOKALAUSGABE / SUNDERN
B�nkhausen. (b.f.) Die Geschichte Sunderns wurde lange Zeit vom Bergbau geprägt. Die Namen einiger Ortschaften, wie Endorfer oder Linneper H�tte zeugen noch heute von dieser Vergangenheit. Die Hütten dienten der Eisenverarbeitung. Kupfer, Blei, Mangan, Schwerspat, Silber und Calcit wurden ebenfalls abgebaut. F�r B�nkhausen und Endorf spielte der Bergbau im Mittelalter (Beginn um 1453) eine große Rolle. Fast alle Einwohner waren in den Bergwerken t�tig. Mindestens sechs Stollen auf vier Grubenfeldern, “Churfürst-Ernst”, “Joseph”, “D�ckenberg” und “Ottilie” genannt, gab es im ehemaligen Bergbaugebiet. Wenige Meter hinter der Bogenbr�cke �ber dem B�nkhauser Bach befindet sich heute der erste Stolleneingang, der wieder begehbar ist. Stemmecke oder Steinm�cke hie� der Berg in fr�her Zeit und so nennt Hans-Georg Kleiner, der Mann der die Geschichte des Bergbaus in Sundern wieder aufleben lie�, dieses Relikt der Bergbauzeit. Der ca. 100 m lange Suchstollen, auch “Alter Mann” genannt, den er gemeinsam mit dem Heimatverein Endorf freilegte, zeigt in beeindruckender Weise, unter welchen Bedingungen die Menschen damals arbeiten mussten. Mit Bergeisen und Schlegel, in reiner Handarbeit, bearbeiteten die Bergleute den Stein, trieben den Gang immer tiefer in den Berg. Schmal, feucht, dunkel und zugig ist es hier drinnen. Das Wasser tropft best�ndig von der Decke, �ber den Boden flie�t wegen des andauernden Regens das Wasser. Der Gang ist gerade so breit, dass eine Holzschubkarre, mit der das Gestein herausgefahren wurde, hindurch passt und kaum zwei Meter hoch. Drehen konnte man die Karren nur an den Abzweigen zu zwei Seitenstollen, die heute komplett verf�llt sind. Bohrl�cher und Riefen im Fels zeugen von der kr�ftezehrenden Arbeit der M�nner. Wer nicht aufpasst, st��t an die Felsw�nde, die von vielen Weberknechten bev�lkert werden. Mangan f�rbt den Stein an vielen Stellen rot, in einigen B�nkhauser Stollen sind Mineralien, wie der sehr seltene, blau leuchtende Elyit zu finden. Drei bis f�nf Meter Stollen schaffte ein Bergmann in m�hsamen Handarbeit in einem Jahr zu schlagen, die Ausbeute war gering. Der Niedergang des Sunderner Bergbaus begann um 1800, als starke Verluste ihn unrentabel werden lie�en. Heute ist der Berg um den Eingang “Stemmecke” mit Maschendraht gesichert. Fossilhaltiges Gestein ist rundum zu finden, der Boden gut eineinhalb Meter angef�llt, um das Gef�lle zu mindern. Ein starkes Eisengitter verschlie�t den Schacht. So k�nnen seltene Tierarten, wie z.B. die kleinen Flederm�use, hier Quartier suchen, obwohl er gesichert ist. Im Sommer organisiert der Heimatverein Endorf F�hrungen durch das ehemalige Bergbaugebiet mit dem Bergbauspezialisten Hans-Georg Kleiner.quelle: Westfalenpost.de

14. Mai 2006

Erzbergbau bei Meinkenbracht

Abgelegt unter: Sundern — Oliver Glasmacher @ 13:46

Über eine der vordersten Bergkuppe des Rambergs, die “Lied” ziehen sich regelrechte Pingengräben. Ein Loch neben dem anderen, wie Perlenschnüre aufgereiht. Hier fand Michael Senger eine Scherbe “Siegburger Ware”, die ins 13-15.JH datiert wurde*. Im 19.JH sind hier 2 Grubenfelder überliefert, für die Anton Kropff jeweils ein paar Groschen zahlen musste: Lied und Steinknapp.**

Pingen auf der Lied

Pingen auf der Lied

Nach dem Konkurs von Anton Kropff kommen die Berechtsamen an die Endorfer Gewerkschaft. Diese laesst ab 1850 die Vorkommen erneut untersuchen.

Grube Liedt

Richtung Haardtschlade sind es anscheinend 3 Stollen die nacheinander zur Lösung der Vorkommen angesetzt wurden.

1850/51 wird der tiefste Stollen in der Haardtschlade wieder aufgewältigt. Dabei wird festgestellt dass die Braun- und Spateisensteinerze in den Gangklüften bereits abgebaut bzw. nur unbauwürdige Anbrüche noch vorzufinden sind. 1878 wurde der Stollen befahren und vorgenannter Befund bestätigt.***

Stollen

Grube Steinknapp

Joh. Franz Becker hat hier im 19.JH Bergbau betrieben:

in dem Kirchweg, so von Meinckenbracht auf Hellefeld gehet, nahe bej der sogenannte
n Erztwäsche eine grube angefanen, darin Eisenstein mit Gold und Silber Pyrit befindlich****

.

Halde des Steinknapp Stollens

Auch diese Grube wird 1878 noch einmal untersucht. Die Grube war durch 2 Stollen aufgeschlossen und das Feld war auf 230 m streichend abgebaut worden. Das Lager fällt nach Süden ein.
Stollen am Krähenberg

Südwestlich von Meinkenbracht findet sich in einem Seitental ein alter Stollen mit einer großen Halde. Zugeordnet werden konnte der Stollen noch nicht

Weitere 1850 verliehene Gruben in Meinkenbracht:
Julian, Hoffnung und Marie auf Eisenstein.

Quellen:

Michael Senger: Der zerbrochene Krug in : Bergbau im Sauerland, Schmallenberg 1996

Michael Senger: Die Hüttenfamilie Kropff in SUndern-Hellefeld und Olsberg in : Bergbau im Sauerland, Schmallenberg 1996

Michael Senger: Der zerbrochene Krug in : Bergbau im Sauerland, Schmallenberg 1996

Michael Senger: Die Hütten im Seilbachtahl in : Bergbau im Sauerland, Schmallenberg 1996

Grubenakten

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