Alter Bergbau in Werdohl
(c) by Oliver Glasmacher Update: 2006-04-29
Grube Freya, 1876 verliehen, 1895 auf die Gewerkschaft Berta Caroline umgeschrieben. Weiter ist nichts bekannt, anscheinend hat die Gewerkschaft einen Schacht abgeteuft von dem wir heute noch vorort, die Schachtmauerung finden. Leider mittlerweile mit Grobschlag unkenntlich gemacht :/

An der Haarnadelkurve der Straße von Werdohl nach Neuenrade haben sich einmal drei Gruben befunden. Die Gruben Fritz (1874)auf Eisenstein , Julius (1874) Bleierz und Gravelotte (1875) Zinkerz. Alle drei Erzvorkommen wurden von F.W. Vorster aus London gemuthet. Vorort fanden wir noch einige Pingen.
Wilhelm II, Bleierz. Fundpunkt an der Straße zw. Wintersohl und Kettling. 1757 durch Joh. Herm. Kruse gemuthet aber nicht angefangen. 1866 neu gemuthet und 1867 auf Blei verliehen, im Kalkstein hatte man Bleiglanzschnüre entdeckt. 1893 geht das Bergwerk an die “Plettenberger Zinkgewerkschaft”. Heute finden sich einige Pingen in der betreffenden Gegend. Hier scheint kein grosser Abbau umgegangen zu sein.
Bertha II hier wurde Blei und Kupfererz gemuthet und 1893 verliehen. Bertrams Beschreibung ist vage, das Gelände ist mit Tannen völlig verwachsen. (Ich hasse Tannennadeln - überall, im Nacken, in der Hose, in den Strümpfen)
Josephine. 1855 unbekannte Muthung 1861 für Frei erklärt und 1862 als Grube Beuth neu verliehen aber schon Abbau im 17.JH, Laut Heinrich Streich -> Kutschauer
1892 aufgegeben.
Durch den Hüttendirektor Leopold Berger aus Dortmund gemuthet: Treue 1858 Kupfer 2-4 Zoll mächtiges Lager, bestehend aus Brauneisensteinocker und Kupferkies Flitter und Knollen.
Morgenstern 1853 Kupfer
Liebe 1856 Gemuthet. 1856 durch den Bergarbeiter Mishelke, später ebenfalls von Berger übernommen. Stollen nach 1 1/2 Lachter länge ein Gesenk abgeteuft. in dem Gesenk fand man bei 1 Lachter tiefe einen Kupferkiesgang im Grauwackegestein. Im Krieg als Luftschutzbunker benutzt. Heute Abstellraum

Bergbau und Verarbeitung im Mühlenbach-Tal. Um 1750 wird hier der Mühlhof erbaut, der leider 1964 beim Bau einer Verbindungsstrasse verschwand. Weiter oben im Tal finden sich die spärlichen Reste des “Mühlhofer Hammers”. In den Quellen finden eine Erwähnung von 1752 als Osemundschmied Peter Wilhelm Mühlhoff heiratet . Das Erz stammt aus dem gleichen Tal. Im oberen Bereich findet sich ein schöner Tagebau/Pingenzug, der sich über einen Hang zieht. Im weiteren Verlauf auf der anderen Höhe des Sondernsiepen finden sich noch ein paar Schurfe. Am Heedhoff im Mühlenbachtal setzen sich die Pingenzüge fort.