Alter Bergbau bei Hungenroth
Dieses Bergwerk liegt bei Hungenroth. Ich habe es in meiner Kindheit aber immer von Norath erwandert. Ein langer beschwerlicher schweißtreibender Gang. Dann haben wir (Mutter,Vater,Bruder und ich), Steine aufgekloppt.
Das Ergebnis waren Zinkblende, Bleiglanz und Pyritschnüre. Das glänzte schön, war aber keine Dauermotivation für mich. Ich bin lieber auf der Halde rumgeturnt und habe dabei altes Bergbau-Inventar gefunden.

Zur Geschichte. Von dem alten Bergbau zeugen alte Pingenzüge und 2 verbrochende Stollen im Gründelbachtal. Der obere ist trocken, da der tiefe Stollen das Bergwerk entwässert. Eventuell haben wir demnächst noch ein paar Daten zum alten Bergbau.

Als das Bergwerk wohl schon in Vergessenheit geriet, entdeckten mehrere Gesellschaften das Bergwerk. In den alten Aufzeichnungen steht das Anfang des 19.JH eine Gewerkschaft den alten Hungerother Stollen aufgewältigt und einen Schacht abgeteuft habe. Dabei wurden aber nur die Arbeiten der Alten wiedergefunden. Der Gang sei schon von den Alten bis an die Verwerfung abgebaut worden.

1847 nimmt die Gesellschaft Pieret & Cie diese Arbeit auf. Der Stollen wird wieder fahrbar gemacht und der vorhandene Schacht weiterabgeteuft. Da auch durch diese Gesellschaft alte Arbeiten gefunden werden, geht man zum Tiefbau unter der Stollensohle über. Anscheinend hatte Pieret jedoch auch keinen Erfolg.
1951 übernimmt die Stolberger ZInk AG das Bergwerk Camilla. Es werden nun etliche Suchstrecken aufgefahren um die westliche Fortsetzung des Werlauer Gangzuges zu finden. Der vorhandene Schacht mit 210 m Teufe wird genutzt um 4 Sohlen in 50 m Abständen aufzufahren.

Statistik:
1951
28 Mann
1952
31 Mann
1953
30 Mann
1954
36 Mann
erste Förderung 940 to
1955
37 Mann
5363 to
1956
24 Mann
1568 to
1957
39 Mann
4027 to
1958
(keine Einzelangabe)
1959
35 Mann
917 to
1960
29 Mann
7846 to
1961
9 Mann
7698 to
Im November 1961 eingestellt.