alterbergbau.de

26. März 2006

Alter Bergbau in Werdohl

Abgelegt unter: Werdohl — Oliver Glasmacher @ 18:00

(c) by Oliver Glasmacher Update: 2006-04-29

Grube Freya, 1876 verliehen, 1895 auf die Gewerkschaft Berta Caroline umgeschrieben. Weiter ist nichts bekannt, anscheinend hat die Gewerkschaft einen Schacht abgeteuft von dem wir heute noch vorort, die Schachtmauerung finden. Leider mittlerweile mit Grobschlag unkenntlich gemacht :/

Schachtmauerung d. Grube Freya
An der Haarnadelkurve der Straße von Werdohl nach Neuenrade haben sich einmal drei Gruben befunden. Die Gruben Fritz (1874)auf Eisenstein , Julius (1874) Bleierz und Gravelotte (1875) Zinkerz. Alle drei Erzvorkommen wurden von F.W. Vorster aus London gemuthet. Vorort fanden wir noch einige Pingen.

Wilhelm II, Bleierz. Fundpunkt an der Straße zw. Wintersohl und Kettling. 1757 durch Joh. Herm. Kruse gemuthet aber nicht angefangen. 1866 neu gemuthet und 1867 auf Blei verliehen, im Kalkstein hatte man Bleiglanzschnüre entdeckt. 1893 geht das Bergwerk an die “Plettenberger Zinkgewerkschaft”. Heute finden sich einige Pingen in der betreffenden Gegend. Hier scheint kein grosser Abbau umgegangen zu sein.
Bertha II hier wurde Blei und Kupfererz gemuthet und 1893 verliehen. Bertrams Beschreibung ist vage, das Gelände ist mit Tannen völlig verwachsen. (Ich hasse Tannennadeln - überall, im Nacken, in der Hose, in den Strümpfen)

Josephine. 1855 unbekannte Muthung 1861 für Frei erklärt und 1862 als Grube Beuth neu verliehen aber schon Abbau im 17.JH, Laut Heinrich Streich -> Kutschauer
1892 aufgegeben.

Durch den Hüttendirektor Leopold Berger aus Dortmund gemuthet: Treue 1858 Kupfer 2-4 Zoll mächtiges Lager, bestehend aus Brauneisensteinocker und Kupferkies Flitter und Knollen.

Morgenstern 1853 Kupfer

Liebe 1856 Gemuthet. 1856 durch den Bergarbeiter Mishelke, später ebenfalls von Berger übernommen. Stollen nach 1 1/2 Lachter länge ein Gesenk abgeteuft. in dem Gesenk fand man bei 1 Lachter tiefe einen Kupferkiesgang im Grauwackegestein. Im Krieg als Luftschutzbunker benutzt. Heute Abstellraum :)

Stollen Grube Liebe

Bergbau und Verarbeitung im Mühlenbach-Tal. Um 1750 wird hier der Mühlhof erbaut, der leider 1964 beim Bau einer Verbindungsstrasse verschwand. Weiter oben im Tal finden sich die spärlichen Reste des “Mühlhofer Hammers”. In den Quellen finden eine Erwähnung von 1752 als Osemundschmied Peter Wilhelm Mühlhoff heiratet . Das Erz stammt aus dem gleichen Tal. Im oberen Bereich findet sich ein schöner Tagebau/Pingenzug, der sich über einen Hang zieht. Im weiteren Verlauf auf der anderen Höhe des Sondernsiepen finden sich noch ein paar Schurfe. Am Heedhoff im Mühlenbachtal setzen sich die Pingenzüge fort.

Launch neues Layout 26-03-2006

Abgelegt unter: News-Archiv — Oliver Glasmacher @ 17:59

So ich habe das neue Layout offiziell eingeführt. Dank der Hilfe von “Waldschrat” und vorallem “Ulukaj” läuft meine Seite jetzt mit Wordpress.

Für Euch liebe Besucher heisst das hoffentlich ein ungetrübtes Lesevergnügen. Da ich nicht mehr mit dem HTML kaempfen muss.

Wer mag, kann sich registrieren und Beiträge kommentieren. Gegebenenfalls ist auch eine Mitarbeit und eigene Beiträge möglich. Wäre doch mal einen Versuch wert.

Die Seitentexte werden nach und nach eingespielt. Ich werde auch wieder ein paar Fotos einbauen.
Lob, Kritik bitte ins Gästebuch oder per Email an mich. Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

Oliver

Alter Erz-Bergbau um Halver

Abgelegt unter: Halver — Oliver Glasmacher @ 17:26

(c) by Oliver Glasmacher

Die Felder Annaglueck und Idaglueck wurden 1902 an Prof. Dr. Winterfeld verliehen. Herr Winterfeld hatte 5 Jahre lang in der Umgebung geschürft und dabei alte Schürfe gefunden. 1904 wurde der Betrieb durch den Hörder Hütten- und Bergwerksverein aufgenommen. Im Feld Annaglück wird von der Talsohle ein Stollen (der alte Stollen, s. Foto) aufgefahren und in Richtung der Fundpunkte vorangetrieben. Mit 4 Mann Belegschaft wurde der Betrieb eröffnet.

Stollen Idaglueck

1905 war der Stollen 45 m weit vorgetrieben und es wird im Feld Idaglück nahe des Fundpunktes ein Schacht abgeteuft. Man trifft 2x auf alte Baue, die mit Lehm versetzt sind. Wegen starker Wasserzuflüsse musste der Schacht verlassen werden; der Stollen wird nun mit 6 Bergleuten vorangetrieben um den Schacht zu erreichen. Im Stollen wird in einem Querschlag eine “Pulverkammer” eingerichtet und nun Dynamit zum Vortrieb genutzt. 1905 stellt der Hörder Verein die Arbeiten ein, Stollen und Schacht wurden verschlossen. 1906 nimmt Prof. Winterfeld die Arbeiten wieder auf. Der Alte Stollen wird weiter vorangetrieben. Außerdem wird an verschiedenen Stellen im Grubenfeld geschürft um die Ausdehnung des Erzganges zu erfahren. Wegen Streites mit den Grundstückseigentümer “Pulvermacher” stockt der Vortrieb, sogar die Bergleute werden bedroht. 1908 kommen die Arbeiten wieder zum Erliegen. Auch 1912 -1913 werden weitere Arbeiten durchgeführt. 1914 setze er einen neuen Stollen im Feld Idaglueck an. Das Gangvorkommen wird durch 4 Stollen und 5 Schächte “nachgewiesen”. 1916 nach erfolgreichen Aufschlüssen im Feld Idaglück wird ein neuer Schacht “Idaglück”, muss jedoch wegen Kriegsgefahr die Arbeiten einstellen. 1918 verpachtet Winterfeld die Grubenfelder an die Gewerkschaft Rudolph (Remscheid) Es wird der Alte Stollen wieder aufgewältigt und bis jenseits des Hauptlagers, insgesamt 130 m aufgefahren. Sodann wird ein Aufhauen im Hauptlager aufgefahren und daraus ein neuer Förderschacht hergestellt. Der Schacht wird unterhalb des Stollens noch 8 m weiter abgeteuft. Dort sind weiter Querschläge zwecks Aufschlußarbeiten vorgesehen. Im Stollen II (siehe Foto unten) soll der aufgeschlossene Gang weiter untersucht werden doch werden die Arbeiten bald eingestellt.

(Stollen II im Feld Annaglück)

1919 kommt es zu einen neuen Vorfall. Schwere Maschinenteile sollen angeliefert werden, jedoch verweigert der Bauer Pulvermacher den Fahrzeugen die Durchfahrt. Die Arbeiten werden bald darauf eingestellt. Im Rahmen der Autarkiebestrebungen des Dt. Reiches wurde 1935 der Betrieb wieder aufgenommen. Prof. Winterfeld hatte einen Antrag gestellt und sich dabei auf das Gutachten von 1914 bezogen. Nun werden weitere Aufschlußarbeiten finanziert. Der Schacht Idaglück wird wieder aufgewältigt. Am Schacht werden einfache Baracken errichtet, die die Maschinen wie einen Elektromotor, die Haspelmaschine sowie einen Kompressor aufnehmen. Ein Dreibaum dient als Schachtgerüst. Weiter werden 2 Betongruben zur Klärung der Grubenabwässer gebaut und eine Feldschmiede errichtet. Nördlich des Stollen II werden bei einer alten Pinge weitere Aufschlußarbeiten durchgeführt. Es werden nacheinander 3 Schächte abgeteuft die alle wegen Wasserproblemen versoffen. Außerdem war ein Grabenschurf angelegt worden um den Untergrund zu untersuchen. 1937 wird der Alte Stollen nocheinmal verlängert und erreicht eine Länge von 160 m. Letzten Endes musste man feststellen, dass es sich nicht wie angenommen um ein Gangvorkommen sondern lediglich um versprengte manganhaltige Brauneisensteinvorkommen handelt. Daher kommen mit dem Tod von Dr.Prof. Winterfeld im gleichen Jahr alle Arbeiten zum erliegen.

Die Denkmäler des alten Bergbaues in Halver:

Von der Zeche Annaglück und Idaglück haben sich einige Interessante Relikte erhalten die man im Wald aufsuchen kann. Als erstes und bekanntetes Denkmal ist das Stollenmundloch des Idaglück-Stollens. Mit einer Lampe kann man hineinleuchten und sich einen Eindruck verschaffen. Der Stollen ist dort, wo in den Landkarten das Zeichen „Schlägel und Eisen“ ist. In der Umgebung findet der Wanderer dann weitere Denkmäler. Einmal oberhalb des Idaglückstollens Schächte und Halden, direkt am Weg. Auf der Gegenüberliegenden Talseite finden sich dann Stollenüberreste im Feld Annaglück, Am Grafweg weitere verbrochene Stollen und Halden.

Die Tiefbauanlage der Schachtanlage Annaglück und Idaglück von 1935 ist kaum noch zu erkennen. Bald ist gar nichts mehr zusehen. Dann bleiben nur die Fotos von 1999 die Karsten Binczyk angefertigt hat

Danke Karsten Binczyk für die Genehmigung die Bilder hier zu zeigen

Der Zechenplatz 1999

Der Zechenplatz 1936

Die Fundamente der Gebäude 1999


Das Klärbecken 1999

9

Rekonstruktion der Förderanlage

Zustand im Jahre 2007:

Das Gelände der Tiefbauanlage ist teilweise gerodet. Die Fundamente wachsen langsam zu und die Becken werden mit Grünabfällen verfüllt.

Literaturhinweis:
Karsten Binczyk, Die Eisenerzzechen Annaglück und Idaglück in : „Halver“
Karsten Binczyk, Rekonstruktion eines alten Zechenplatzes in : „Halver“

Nicht weit entfernt hatte Prof. Dr. Winterfeld 1907 das Bergwerk Albertine II erworben. Es war 1873 an Friedrich Homey verliehen worden, der es 1907 aufgelassen hatte.

1919 ist es wieder in Betrieb genommen worden.

Slotta vermutet, das die nachstehenden Gruben und die Gruben Annaglück und Idaglück sowie Albertine auf einem Gangzug bauten.

Ossendorf

Merkur 1881 verliehen

Johannes Nähe

Slotta führt folgende Quelle an: In Öckinghausen und Clev ist schon im 15.JH Bergbau aktenkundig. 1499 erlaubt der Herzog von Kleve, den Brüdern Engelbert und Wilhelm von Edelkirchen wegen Schulden aus Rückständigem Sold auf Ihren Gütern zu Clev und Öckinghausen , “van eynen auslaige van yserenwerck suecken, wynnen ind verhantieren moegen“ (Eisenerz zu muten, zu schürfen und abzubauen). (DÖSSELER I)

Direkter Bezug ist nicht zu erkennen. 1856 ist das Feld verliehen worden. Aufgeschlossen wurde ein Toneisensteinflöz mit einem Eisengehalt von 35 % und 25,4 %

Halver II 1857 hat Louise Harkorten mit Steiger Schmitt dieses Bergwerk gemuthet. Die Muthung nahm Bezug auf eine ältere gelöschte Muthung. Auch hier ist es ein Toneisen- steinvorkommen. Das Bergwerk wurde verliehen und wechselte mit dem anderen Grubenbesitz der von Harkort häufiger den Besitzer. Kein Abbau.

Hürxthal I ist ebenfalls von Harkorten gemuthet wurden. Im 2.Anlauf hatte man Erfolg. Verliehen wurde Brauneisenstein mit einem Gehalt von 22.7 %

Marianne ist eine Muthung die auf die gelöschte Muthung Halver I Bezug nahm. Hier wurde ein Erzvorkommen aus Rot-, Braun- und Toneisenstein aufgeschlossen. Verleihung erfolgte 1858.

Carthauser Gewerkschaft „auf dem Sundern” keine Unterlagen

1935 lesen wir, das sich das Amtsgericht Lüdenscheid weigert, die Bergwerke Halver II, Hürxthal I und Rothhausen I an die Ver.Stahlwerke AG zu überschreiben; das alte Recht bestehe fort.

Angeblich ist bis ins 17.JH hier Abbau betrieben worden, der spätestens 1650 zum Erliegen kam. Da berichtet der Hogreve, dass auch im Kirchspiel Halver keine Bergwerke mehr seien. Mittelpunkt war das Bergwerk am sogenannten Schwarzen Teich, der noch vor der Bebauung in der Topographischen Karte verzeichnet war. Laut Geologischen Karten handelt es sich hier um ein Vorkommen in dem Ablagerung des Tertiär, wo Quarz und Schwerspat mit Brauneisenstein auftreten. Das Eisenerz kam nur verstreut vor und konzentrierte sich auf den “Schwarzen Teich” . Nach den Quellenangaben der Carthauser Eisenhütte waren die Eisenerz-Lieferungen vom Schwarzen Teich bedeutend. Heute sind keine Spuren des Bergbaues mehr vorhanden. Nach den Akten sind die letzten Kuhlen beim Bau des Gewerbegebietes Öckinghausen verschüttet worden. Bei Ausschachtungsarbeiten sind immer wieder geologische Aufschlüsse zugänglich geworden.

Jakob am Ende 1688 “Caspar Gruiter,Hogreve zu Breckerfelt hat vor einige 40 jahre (1648) bey dem Bergmeister Diest Muthung gesonnen auf eine Fundgrube mit Eysenstein mit behörendem Stollen nechst der Landstraße zu Smithausen im Kirspel Halvern gelegen , hat domals damit einen Anfang gemachet, aber wegen Kriegsgefahr damit einhallen müssen; ist bis hierhin davon nichts gekommen ” (FROMMANN)

Also ist 1648 bei Smithausen mittels eines Schurfes Eisenerz offengelegt und Muthung eingelegt worden und der angefange Stollen weiter betrieben worden, bis der Dreißigjährige Krieg den Bergbau zum Erliegen brachte. Im Waldstück südlich hinter dem Hof Smithausen finden sich einige Gräben die auf einen grossen tiefen Steinbruch zu laufen. Leider werden die Gräben mit Grünabfällen verfüllt und waren sicher auch schon mal tiefer. Einige Pingen finden wir zerstreut über das Waldstück. Schriftverkehr von 1578: Oßwald Langhe von Sneburck bittet um Verleihung im Gericht Halver „im Mießen“ alaunhaltige Erze zu gewinnen. Der Herzog möchte sich erst beraten. Davon bekommt die Gewerkschaft des Rodenfeltschen Bergwerkes zu Schwelm Wind und meldet im gleichen Jahr Einspruch an und dass der Oßwald Langhe bereits mit den Arbeiten begonnen habe.

Ebenfalls 1578 muthet Philips von Furth, Bürger zu Köln, „eyner platzen auff dem Kleywerbergh bey Halveren“ ein Eisenerzberwerk. Dieser ist Partner von Oßwald Langhe Nun erfahren wir ganz genau, dass es sich um das gleiche Bergwerk handelt: Der Herzog zu Kleve schreibt dem Amtmann zu Wetter, dass die Gewerken des Rodenfeltschen Bergwerkes Einspruch erhoben haben, dass im Umkreis von 6 Meilen kein anderweitiges Bergwerk auf Alaun und Eisenerze verliehen würde. Es wird konkret benannt, dass es sich um das Bergwerk „up dem Kleyverbergh by Halver“ handelt. (DÖSSELER I). Darin steht auch, dass Dietrich Pälmer dieses Bergwerk am Leifersberg lokalisiert. Dort wären die entsprechenden Schürfstellen heute noch zu finden.

Gustavus - Bertram fand in den Fünfziger Jahren einen 5 Lachter langen verlassenen Stollen. Es wurde ein 19 Zoll starker Quarzgang aufgeschlossen in dem größere Partien Kupferkies eingesprengt waren. Der Malachit war nicht nur in den Klüften sondern auch in den Quarzmassen und Hohlräumen zu finden. Selbst in der liegenden Grauwacke war noch Kupferkies zu finden. (BETRAM) Quellen sind nicht bekannt, daher nur diese spärliche Information

Albertine verstürztes Mundloch

Metallerzbergbau in Endorf

Abgelegt unter: Sundern — Oliver Glasmacher @ 17:01

Update 28.12.04

Aelteste Erwaehnungen:
In Endorf ist bereits um 1348 Bergbau aktenkundig. In diesem Jahr wird ein Ysenwerk, ein Eisenwerk, ein früher Name für Erzbergwerk, erwaehnt.

Quelle: Einnahmeverzeichnis der Graftschaft Arnsberg 1348

Im Schatzungsregister von 1543 wird ein „Jacob under dem Steinbergh“ fuer die Bauerschaft Endorff erwaehnt. Steinberg ist ein späterer Name für den Berg in dem der Eisenstein (das Eisenerz) gebrochen wird.

1622 werden in den „Schoenholthauser Akten” einige Bergwerke genannt, das Original liegt leider nicht vor.

Naechste Urkundliche Erwaehnung alten Bergbaues in Sundern ist der Bericht von Caspar Engelhardt 1668: „Das Bergwerk zu Entorff ist vor ungefaehr dreien Jahren von dem Junker zu Lenhausen et Consorten wieder zu bauen angefangen worden, weil aber durch Herr Landdroste Kriegsoffizieren die Bergleute zum Kriegsdienst gezwungen, ist dasselbe wieder in Stillstand gerathen “. Dabei kann es sich um jedes größere Bergwerk in Endorf gehandelt haben.

Der Bleierzbergbau

Um ca. 1430 werden am Erbenstein Bleierze entdeckt. (BARTELS)

1450/1453 Streiten die Grundherren, die Brueder zu Neheim mit dem Schulten zu Endorf um den Bleizehnt. Es werden 5 Gerichtsprozesse auf dem Erbenstein anberaumt zu dem zahlreiche Zeugen gehoert werden. Die Ortsleitung geht davon aus, dass es sich um “Hovesland” handelt, wofuer keine Abgaben an die Grundherren in Neheim zu leisten sind, gleichwohl hat der Kurfuerst seinen Anspruch auf den 10.Anteil am Foerdererz. Und so wird auch entschieden, dass es sich bei dem Erbenstein nicht um “Markenland” handelt und die Bergwerke keine Abgaben nach Neheim abfuehren muessen. Damit geben sich die Herren von Neheim nicht zufrieden und es bricht eine Fehde zwischen jenen und dem Kurfuersten aus, die noch bis 1490 andauert.

Bis 1530 wird intensiver Bergbau betrieben. Es wird erst im Tagebau dann mit kleinen Schaechte im Ausgehenden des Erzlagers abgebaut. Um 1530 waren auf diese Weise die Erze ausgebeutet, denn die Bergleute kaempften mit dem Grundwasser.

Daher schlossen sich 16 begueterte Buerger der Region zusammen, um einen Erbstollen aufzufahren und das Wasser in der Grube zu loesen.
Sie beantragen beim Landesherrn die Belehnung.
Die Verleihung sagt u.a. “dass das Bergwerk, genannt der Erbenstein …ganz vergencklich geworden sei, es kvnne ohne Akedrucht und Erfstollen daraus nichts mehr gewonnen werden.” und “erffstollen funtgrouven und gerechtigkeit to demselben berge um die blyertze und anders sunder behindernisse des waiters dar nith winden mvge.” Ebenfalls wird auf den Bleizehnt verzichtet - sollte der Bau des Stollens laenger dauern, begnuegt sich der Fiskus mit dem 20.Teil bis der Stollen das Lager erreicht.

1533 erlaesst die kurkoelnischen Regierung (1368 war die Grafschaft Arnsberg an das Erzbistum Koeln verkauft worden) in Person durch Erzbischof Hermann von Wied 1533 die erste Bergordnung und erklaert fuer die Bergwerke am Erbenstein die Bergfreiheit. Das Verleihungsrecht sah nun groessere Felder vor. In der Bergordnung wird direkt Bezug auf die Bergwerke am Erbenstein genommen.

1549 war das Bergwerk an den Koelner Buerger Arnold von Kempen fuer 400 Goldgulden jaehrlich (anstelle des Zehnten) verpachtet. In diesem Jahr wurde die Pachtsumme auf 100 Goldgulden verringert, weil der Ertrag durch Wasserprobleme gesunken war. Ab ca. 1560 wird aber wieder Bleierz gefoerdert. 1562 ist das Bergwerk in Besitz von Graf Ludwig von Stolberg-Koenigstein. Es wird mit 2000 Zentner Erz gerechnet, dass an die Huetten des Grafen Hans Georg von Mansfeld geliefert wird.(In den Mansfelder Saigerhuetten wird mit Hilfe des Bleies aus dem Kupfer das Silber getrennt). 1581 und 1596 wuetete die Pest in Endorf. Daher geht der Bergbau ab 1580 zurueck.

1598 war der Kurfuerst zu Besuch. Der Drost von Balve schreibt: “Habe mit unserem gnaedigsten Herrn den Silberstollen zu Ennerepe aufgesucht. Am Abend ist er dann von Wocklum mit den Bergraeten wieder auf Arnsberg geritten.” In diesem Jahr konnten nur noch 300 Zentner Bleierz nach Mansfeld geliefert werden. Dann kommt der Abbau zum erliegen, denn Anfang des 17.JH werden wieder Abbauversuche unternommen.

1612 werden gefoerderte Bleierze dokumentiert “verzeichnis wass an bley und stuferz ufm erbenstein …. gewunen” und der St.Sebastian Stollen wird zum ersten Mal namentlich erwaehnt. Die Abbauversuche scheitern, das Bergwerk wechselt in den kommenden Jahren haeufig den Besitzer:

1609 Bergwerksverwalter Hans Joachim, ab ca. 1620 ist es im Besitz von Morgenstern der sich bis 1634 daran versucht. 1620 beklagen sich die Bergleute beim Bergmeister darueber, dass der Morgenstern ihn Ihren Arbeitslohn schuldig ist. Im Dreissigjaehrigen Krieg kommt die Grube wieder zum erliegen. 1648 plant der neue Besitzer Johann Schulte die Grube wieder in Betrieb zu nehmen. Unter den 5 Gewerken sind die Mitgewerken der Kurfuerst zu Bayern und der 1585 vom Kurfuersten ernannte Landbergwerksverwalter Hans Joachim.

1654 befiehlt der Kurfuerst die “Revision und Wiederinbetriebnahme. Der Steiger hat 1655 einen Abriss des Bergwerkes angefertigt. Daraus koennen wir folgendes lesen:

Der Erbenstein wird 1655 durch einen obersten Stollen und den “Sebastian Stollen” sowie 5 Schaechte (Haengeschacht, Laffertsschacht, Richtschacht, oberer Laffertsschacht und einen Bergeschacht) aufgeschlossen.

Es wird ein neuer Tiefer Stollen, tiefer als der St.Sebastian Stollen (der Wildekatzer Stollen)vorgetrieben. Dieser ist bereits 68 Lachter vorgetrieben und soll noch 100 Lachter weiter bis zum Erzgang vor sich haben. (das laesst sich aus dem Zeitraum und der Zeichnung schließen)

Wildekatz Stollen

1656 ueberzeugt sich der Kurfuerst persoenlich, ueber den Fortschritt der Arbeiten. 1659 ordnet er an, dass die Schmelzoefen verdoppelt werden, denn da der Wildekatzerstollen das Erz noch nicht erreicht hat wird in 4 Schaechten bereits in Gesenken unter der Stollensohle des St.-Sebastian-Stollens abgebaut. Dafuer soll nach der Publikation von „Friedrich/Kleffner/Kleiner/Rockelsberg“ eine Wasserkunst im Form einer Radstube im Berg angelegt worden sein. Das Wasser soll über den St.Sebastian-Stollen das Aufschlagwasser zugeleitet und soll durch den Junkerstollen wieder abgeführt worden sein. Da das Wasser in den kleinen Tälern natürlich nicht ausreicht sind in den Tälern oberhalb des Erbensteines Wasserteiche angelegt worden die zum Teil auch miteinander verbunden wurden und so für die Trockenzeiten Aufschlagwasser „bunkern“ konnten.

Um 1665 wird der Abbau mittels Schwarzpulver erprobt

1694 wird von Caspar Christian Voigt erzaehlt: “….wird gegraben Blei gemischt mit Erz ebenso auch in Endorf…”.

Mitte des 18.JH muss der Betrieb wieder aufgegeben worden sein. Johannes Franz Becker schreibt um ca. 1760: “ein blejbergwerck zu bvnckhausen.. einen erbstollen aufgemacht und aussaeubern lassen, biss 100 Lachter in die Ldnge…woselbst Blej und Silber ertz befindlich, wass am diesen orth an erz gewonnen, liegt bishirhin noch im stollen .”

Theorie: Der Durchschlag war jedoch noch nicht erfolgt, da nur 100 Lachter Laenge angegeben werden. Vom Steiger wissen wir das 168 Lachter veranschlagt waren. Es sind beim Vortrieb des Wildekatzer Stollens neue Vorkommen entdeckt worden die hier abgebaut werden. So wird in der Recessgelderliste von 1794 nur das Bergwerk Wilde Katz - Stockumer Mark angegeben.
Aber die benachbarten Felder am Duethenberg duerfen mehr Abgaben zahlen, also sind sie in dieser Zeit wohl einträglicher.

Dann sind erst wieder im 19.JH sind aktenkundige Abbauversuche unternommen worden. In den 20er Jahren werden neue Schmelzoefen und Aufbereitungen errichtet. Es wird ein noch tieferer Stollen aufgefahren (unter dem Wildekatzer), der sog. “Neuer Stollen“. Den meisten als “Churfuerst-Ernst-Stollen” bekannt. Das Bergwerk ist an die Gewerkschaft Churfuerst Ernst verliehen.

Um 1824 werden zahlreiche Eisenwaren für die Grube bestellt. Anscheinend wird das Bergwerk ausgebaut. Der Neue Stollen ist 124 Lachter lang. 1833 wird das Bergwerk mit 22 Mann betrieben.

Im Wildekatzerstollen führen Aufschlussarbeiten zu keinem nachhaltigen Ergebnis. Gegenüber soll der tiefe Blasiusstollen wieder aufgewältigt werden.

1844 wird im liegenden des Hauptganges eine mächtige Erzführung beobachtet. Das führt zu weiteren Investitionen in den Grubenbetrieb. Eine Grubenbahn wird angelegt und eine Bleihütte, dafür gibt es 5 Jahre Zehntfreiheit.

1847 wird der Bönkhauser Hammer aufgekauft. Er wird zur Aufbereitung umgebaut.

Aufschlussarbeiten führen nur immer wieder zum Alten Mann. So wird die Förderung zum Dühtenberg und Krähenberg verlagert.

Im Erbenstein wird ein Maschinenschacht für die Wasserhaltung abgeteuft. Darin werden 2 Saug-Pumpen-Sätze installiert. An dem vor dem Stollenmundloch verlaufenden Bach wird ein Wasserrad aufgestellt. Nach einer neuen Quelle soll das Wasserrad 6-8 m Durchmesser gehabt haben, der Grosse Teich erzeugt ein entsprechendes Gefaelle, welches ein 620 m lange Stangenkunst antreibt, wodurch die Kraft auf die Saug-Pumpen im Schacht uebertragen wird.

1855 werden die Felder Krähenberg und Ottilie verliehen.

Am Maschinenschacht / Gesenk arbeiten 8-9 Mann

1864 wird die Wäsche um weitere Maschinen erweitert. Die Huntförderung wird auf Wagen umgestellt.

1865 wird die Erweiterungs-Konzession für Joseph V erteilt. Leider trifft man beim Abteufen des Maschinenschachtes / Kunstgesenkes bei 13 Lachter den Alten Mann. Das Gesenk soll noch auf 20 Lachter abgesenkt werden.

1869 gibt es Streitigkeiten. Der Bergmeister bemaengelt, dass die Schlammhalde nicht mit Rasen gesichert ist und der Schlamm in den Bach geschwemmt werden kann. 1869 wird ein neuer Klaerteich errichtet. Der Bau wird von Boenkhauser Grundbesitzern gestoert, die den Bau fuer Unrechtens halten. 1870 erfahren wir aus einem Bericht des Steigers die Grubenbelegschaft: 1 Steiger, 2 Zimmerleute, 1 Schmied, 12 Bergleute, 4 Lehrlinge, 3 Poch- und Wascharbeiter, 3 Walzarbeiter, 7 Aufbereiter.

1870 wird eine Dampfmaschine besorgt und aufgestellt die die Wasserhaltung unterstützen soll, da die vorhandene Kunst zu schwach ist und haeufig die tiefste Sohle absaeuft.

1872 wird die Wäsche weiter ausgebaut und hat jetzt ebenfalls eine Dampfmaschine und weitere Setzmaschinen und Separationstrommeln. In den Feldern Ottile und Düthenberg werden bei Aufschlussarbeiten ebenfalls nur alte Arbeiten gefunden. Nach unten sind die Gänge taub.

Da der Grubenbetrieb unrentabel wird, beantragt die Gewerkschaft 1873 den Betrieb der Gruben Churfuerst Ernst, Ottilie, Dueckenberg und Joseph 5 einzustellen. Pochwerk und Aufbereitung werden jedoch weiterbetrieben. 1876 wird der Betrieb in den Gruben wieder aufgenommen. Die Aussichten bessern sich jedoch nicht.

1880 muss der Tiefste Stollen auf Geheiss des Bergrates wieder hergerichtet werden, da das Mundloch einzustuerzen droht. Bei diesen Arbeiten koennte die heutige Roesche errichtet worden sein, der Wasserabfuss des Stollen ist kuenstlich ins Tal verlaengert, mit Bruchsteinen wie ein Kanal aufgemauert.

1878 Fristen Bis 1892 werden nur noch die Halden aufbereitet und kein weiterer Abbau betrieben. Die aufbereitenden Erze werden nach Ramsbeck verkauft.

1878,1888 finden Aufschlussarbeiten statt. 1889 wird das Kunstgesenk bis auf 27 m tief abgeteuft. Dort soll eine Sohle aufgefahren werden und ein Aufbruch Edle Gangmittel erschließen.

Wegen Dürre kommt auch die Aufbereitung zum Erliegen.

Heute finden sich im Klingelsiepen, die Roesche des Neuen Stollens, das Mundloch des Wildekatzer Stollens, der Einbruch des St.Sebastianstollen nebst Halde sowie die grossen Stauteiche die sich in Privatbesitz befinden. Der erste Grosse Teich laesst jedoch das Ausmass des Bvnkhauser Bleierzbergbaues erahnen, Am Erbenstein daselbst die tiefen Tagebrueche und Pingen der zugestuerzten Schaechte sowie umfangreichen leider zerwuehlten Halden. Leider hat der vergangene Mineralientourismus die schoenen Halden in arge Mitleidenschaft gezogen. Heute ist dort nichts mehr zu finden. Die Stollen sind mittlerweile alle verschlossen.

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Am Duitmer oder Duethenberg ist 1794 Bergbau aktenkundig: In der Recessgelderliste wird das Bleibergwerk am Dueckenberg obig benannt und es werden 8 Nebenmasse mit 1 Taler berechnet.

1853 wird das Bergwerk durch die Gewerkschaft Churfuerst Ernst aufgeschlossen. Zeitweilig sollen auf der Grube Duethenberg 20-25 Mann gearbeitet haben.

1855 wird es neu verliehen und es wurden Aufschlussarbeiten in den Stollen unternommen, die jedoch nur ergaben, dass die Alten bereits die edlen Erze in den Gängen abgebaut hatten und der Gang zur Teufe hin taub war.

Gegenüber dem Erbenstein auf der anderen Seite des Bönkhauser Bachtales lag ein weiteres Bergwerk. Über die früheren Betreiber ist wenig bekannt.

Die Gewerkschaft Kurfuerst Ernst lässt sich 1855 das Grubenfeld Ottilie verleihen und wältigt den Tiefen Blasiusstollen wieder auf. Der Stollen wird weiter nach Osten vorgetrieben. Ein Querschlag rüber zum Erbenstein wird aufgefahren. Im Grubenfeld Ottilie werden aber auch nur die alten Baue oder Taube Gänge angefahren.

1688 berichtet Caspar Engelhardt, Das Bergwerk die Kromen als Bleierz liegt stille”.

Am Huettenberg ist Alter Bergbau bekannt. Spaeter wird der St.Everhardus Stollen aufgefahren. In der Recessgelderliste von 1794 werden Zwei Bergwerke genannt 1) die alte Wercke am Huettenberg bey Endorff - 2)am seifen Sierpke an Poeggelers Wiese am Huettenberg. Vorort finden wir einen eingefallenen Stollen mit einer schoenen Halde und einige Pingen.

Bis 1827 wird hier Abbau betrieben, dann kommt der Abbau durch den Konkurs des Gewerken Kropf zum Erliegen .

Bei Wildewiese wird am 15.05.1869 die Gesellschaftszeche auf Bleierz, Kupferz und Schwefelkies verliehen. Gewerken sind Steiger Clemens Schulte zu Endorf (Steiger der Grube Churfuerst Ernst), Peter Krengel zu Röhrenspring und Franz Lannör zu Wildewiese. Das Grubenfeld umfasst Teile der Gemeinden Wildewiese, Schönholthausen, Fretter, Hagen und Endorf mit 442244 Quadratlachtern. Aus Planauschnitten lässt sich aber schon schließen, dass konkret hier bei Wildewiese der Fundpunkt des Erzvorkommen lag.

Zum Grubenvorstand werden Wilhelm Konermann zu Julianenhütte, Heinrich Auvermann zu Sundern und Anton Happe zu Hagen gewählt. Grubensteiger ist natürlich Clemens Schulte.

Aus den ersten Grubenberichten sehen wir dann auch, dass er die Grube weiterhin neben seiner Tätigkeit in Bönkhausen quasi nebenher betreut. Im gleichen Jahr wird mit 2 Mann losgelegt. Es wird ein 16 Meter langer Stollen aufgefahren und ein Querschlag aufgefahren, in dem der Gang angetroffen wird. Der Gang wird dann weiterverfolgt um Mächtigkeit, Einfallen und Verhalten von 2 Kupferzgängen zu untersuchen. 1870 werden die Arbeiten vorläufig eingestellt.

1873 wird die Grube wieder angefangen. Diesmal wird mit 3 Bergleuten eine neuer Grundstollen, 60 Meter unterhalb des Fundpunktes nach westen vorgetrieben.

Auch 1874 ist der Vortrieb noch in Gang. Im März 1875 soll die Grube dann ausser Betrieb gesetzt werden. Repräsentant ist C. Tillmann.

Erst 1882 soll dann der Betrieb wieder aufgenommen werden.

Am Fundpunkt soll der Fundschacht 2 Lachter weiter abgeteuft werden. A. Hoppe ist mittlerweile neuer Repräsentant, weil sich C.Tillmann nach Amerika abgesetzt hat.

Bis 1900 ist Stillstand. Dann werden 2 Schächte abgeteuft. Der Stollen soll wieder aufgewältigt werden. Wenn das Geschehen ist, soll beraten werden, ob z.B. vom Fundpunkt ein Schacht 4-6 Meter abgeteuft wird um das Streichen und Einfallen des Ganges zu untersuchen. 1901 wird das Dynamitmagazin im Stollen polizeilich abgenommen. Es darf 40 kg Dynamit gelagert werden. Ansonsten spielt sich 1901 das Geschehen dann abseits des Grubenbetriebes ab. Um den Gewerken Auvermann und den Repräsentanten Hoppe gibt es Meinungsverschiedenheiten. Eine neue Gewerkenversammlung soll anberaumt werden und es ist unklar wer noch Gewerke der Grube ist und wer nicht. Nachdem endlich alle Berechtigten (teilweise Erben) der Gewerken beisammen sind, wird dann am 14.01.1902 die Versammlung abgehalten. Mittlerweile sind die Kuxe ziemlich verstreut. 14 Gewerke finden sich ein. Zum neuen Repräsentanten wird Fritz Linneborn gewählt, der auch die meisten Kuxe (16) der 128 Kuxe besitzt. Die weiteren Mehrheitseigentümer sind F.W. Schröder und Auvermann aus Sundern. Die Gewerkschaft berät sich über eine Beteiligung an den Gruben Margarethe bei Müschede und Erholung bei Endorf.

Im Juli 1903 wird gemeldet, das der 106 Meter lange Stollen 14 Meter weiter im Kupfererzhaltigen Gestein getrieben wurde und ein Querschlag 1 m aufgefahren wurde. Danach ist kein Betrieb mehr bekannt. 1990 wird das Berggrundbuch gelöscht.

Literaturhinweis:

Rudolf Friedrich, Wolfgang Kleffner, Hans Kleiner, Friedrich Rockelsberg:
Der Bönkhauser Bleibergbau

Christoph Bartels, Erzbergbau in Westfalen

Michael Senger, Der letzte Steiger von Bönkhausen in: Bergbau im Sauerland 1996

Maria Rörig, Geschichte einer Landgemeinde im Sauerland


Kupferbergbau
Direkt nach dem 30jdhrigen Krieg lies der Kurfürst den Justenberg wieder aufwaeltigen, weil es vorher die wichtigste Kupfergrube im Herzogtum Westfalen war und er das Kupfer fuer die Muenzherstellung benoetigte.

Aufgrund einer Quartalsabrechnung von 1665 wissen wir mehrueber den Betrieb im 17.JH:
Zu jener Zeit wurden in der Grube maximal 4 Leute beschdftigt. Den Lohn der Leute zahlt der Kurfuerst und die Leute werden in festen wvchentlichen Arbeitslohn bezahlt. Zu jener Zeit war ein Beamter anwesend und f|hrte |ber die Arbeiten Buch. Als “Geleucht” wurde “Inschlitt” (Talg) ausgegeben, es wurden also einfache Schalenleuchten benutzt. Es wird bereits mit Schießpulver hantiert. Allem Anschein nach wird ein neuer Tiefer Stollen vorgetrieben, denn auch 1668 berichtet Caspar Engelhardt:
“Das Kupferbergwerk bei der Freiheit Hagen der Justenberg genannt, kann nicht bearbeitet werden, bis ein tiefer Stollen hineingebaut wird.”


Eisenerzbergbau

Grube Heimecke am Stahlberg. (in Sundern-Hagen)
Der Stahlstein bzw. kalkhaltiger Eisenstein wird vom Gewerken Kropf zu Grevenstein abgebaut.
1826 lesen wir in einem Brief, das der kostspielige Stollen jetzt endlich einen 5 Lachter mdchtigen edlen Stahlsteingang angetroffen habe.
Mit dem Konkurs des Kropf kommt der Abbau zum Erliegen (1827) .
1905 lesen wir in einem Bericht |ber das Eisendistriktfeld Wildewiese: In uralten Zeiten habe bedeutender Bergbau in Schdchten und spdter durch Stollenbetrieb stattgefunden.
ca. 1845 habe man den Versuch gemacht, den Stollen wieder aufzuwaeltigen, sei jedoch nicht bis zur Lagerstdtte vorgedrungen. Gegenwdrtig sei der Stollen verbrochen. Das Lager sei in die Tiefe nicht untersucht worden.


“Verzeichnis… was in Zechentstein bey Hachen Wenkikhlo gewunen….Eysensteine bei Hachen Wenikhlo Anno 1612:
Die ganze Jahr ist an Isernstein gewonnen worden 168 Fuoder..” Um 1852 Verleihungen am Wenningloh: “Freiheit” “Gleichheit“, “Brüderschaft“.

Bergbau um Neuenrade

Abgelegt unter: Neuenrade — Oliver Glasmacher @ 17:01

Nach L.Kappe (von Manfred Sönnecken erwähnt) ist bereits 1371 ein Eisenerzbergwerk die Breite Grube erwähnt worden. Beim Ausbau der Landstraße ist es verschüttet worden.Die Verhüttung der Erze vom Kohlberge und von dort ist in der Umgebung erfolgt. Die 16 ausgegrabenen Rennfeueröfen ließen sich Dank Scherbenfunden in das 11.-13.JH datieren.

Am Neuenrader Kohlenberge lag die Grube Dahle II .

Jakob vom Ende berichtet, dass Matthias Brüninghaus vor 50 Jahren (ca. 1638) Muthung eingelegt hat auf Eisenstein, es sei jedoch nicht feststellbar, ob es gewinnbringend sei. 1677 hatte der Drost zu Neuenrade, Neuhoff zu Pungelscheid, auf den Escher und Bredinger Hoeven Eisenstein entdeckt und danach schürfen lassen. Er wurde dann damit belehnt.

Am Ostabhang des Kohlberges, am unteren Ende der Skipiste beginnend finden sich größere Tagebauanlagen und Halden. Im weiteren Verlauf des “Iserlohner Postweges” sowie dem links abzweigenden Weg zur Höhe sind immer wieder Pingen anzutreffen.

Rechts des Iserlohner Postweges zum Tal hin findet sich der Stollen mit seiner Halde. Die Pingen am Berg folgen Stollenverlauf bzw. zeigen den Stollenverlauf an.

1851 ist eine neue Mutung aufgrund eines Eisensteinfundes in einem 4 m tiefen Schurfschacht eingelegt worden. Später kam das Grubenfeld ebenfalls erst in den Besitz der Union AG später dann an die Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten AG Bochum.

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