Erzbergbau bei Meinkenbracht
Über eine der vordersten Bergkuppe des Rambergs, die “Lied” ziehen sich regelrechte Pingengräben. Ein Loch neben dem anderen, wie Perlenschnüre aufgereiht. Hier fand Michael Senger eine Scherbe “Siegburger Ware”, die ins 13-15.JH datiert wurde*. Im 19.JH sind hier 2 Grubenfelder überliefert, für die Anton Kropff jeweils ein paar Groschen zahlen musste: Lied und Steinknapp.**


Nach dem Konkurs von Anton Kropff kommen die Berechtsamen an die Endorfer Gewerkschaft. Diese laesst ab 1850 die Vorkommen erneut untersuchen.
Grube Liedt
Richtung Haardtschlade sind es anscheinend 3 Stollen die nacheinander zur Lösung der Vorkommen angesetzt wurden.
1850/51 wird der tiefste Stollen in der Haardtschlade wieder aufgewältigt. Dabei wird festgestellt dass die Braun- und Spateisensteinerze in den Gangklüften bereits abgebaut bzw. nur unbauwürdige Anbrüche noch vorzufinden sind. 1878 wurde der Stollen befahren und vorgenannter Befund bestätigt.***

Grube Steinknapp
Joh. Franz Becker hat hier im 19.JH Bergbau betrieben:
“
in dem Kirchweg, so von Meinckenbracht auf Hellefeld gehet, nahe bej der sogenannte
n Erztwäsche eine grube angefanen, darin Eisenstein mit Gold und Silber Pyrit befindlich****
.”

Auch diese Grube wird 1878 noch einmal untersucht. Die Grube war durch 2 Stollen aufgeschlossen und das Feld war auf 230 m streichend abgebaut worden. Das Lager fällt nach Süden ein.
Stollen am Krähenberg
Südwestlich von Meinkenbracht findet sich in einem Seitental ein alter Stollen mit einer großen Halde. Zugeordnet werden konnte der Stollen noch nicht

Weitere 1850 verliehene Gruben in Meinkenbracht:
Julian, Hoffnung und Marie auf Eisenstein.
Quellen:
Michael Senger: Der zerbrochene Krug in : Bergbau im Sauerland, Schmallenberg 1996
Michael Senger: Die Hüttenfamilie Kropff in SUndern-Hellefeld und Olsberg in : Bergbau im Sauerland, Schmallenberg 1996
Michael Senger: Der zerbrochene Krug in : Bergbau im Sauerland, Schmallenberg 1996
Michael Senger: Die Hütten im Seilbachtahl in : Bergbau im Sauerland, Schmallenberg 1996
Grubenakten