Navigation überarbeitet
Danke für den Anstoß Markus. Jetzt hab ich die Navigation endlich so wie ich sie haben wollte. Ich hoffe man findet sich jetzt besser zu recht.
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BRÜCKMANN 1727:
Arnsberg, ein Flecken, hat Kupfer und Antimonien Erz, auch viel Eisenstein, darin man gediegen Gold findet.
Nach der “Beschreibung des Bergreviers Arnsberg” von 1890 sind ausgedehnte Pingenzüge des oberflächennahen Bergbaues auf Toneisenstein auf der Oelinghauser Heide bis zum Hönnethal zu sehen.
Arnsberg bekannteste Grube ist die Caspari-Zeche
Ab 1786 wurde das Bergwerk betrieben um Bleierze zu finden. 1789 wurde das Erz unter Bezug auf den Ausspruch von Brückmann dem Hofkammerrat Arndts als Bleierz vorgezeigt, der im Schmelzversuch feststellte, dass es Spiessglanzerz sei (also Antimon).Darauf hin wurde der Abbau eingestellt.
Zwischen 1810 und 1824 war der Abbau für 2 kurze Zeiträume wieder versucht worden aber bald wieder zum Stillstand gekommen.
Ab 1825 setzen wieder rege Aktivitäten ein. Caspar Rumpe, der Bürgermeister von Altena wältigt die alten Baue auf uns läßt sich den Abbau auf Antimonerze verleihen.
Die Verleihungsurkunde ist vom 22.09.1824 und damit werden 2 Flötze die Spießglanzerz führen verliehen an die Gewerkschaft der Caspari-Zeche, die damit erstmalig namentlich so genannt wird. Bei der Inaugenscheinnahme fällt ein Stumpf einer dicken Eiche auf, der in einer alten großen Schachtpinge lag, was das Alter dieses Bergbau unterstreichen soll.
Der 1786 aufgefahrene Stollen wird wieder aufgewältigt und weitergetrieben. Es wurden mehrere Gangtrümmer überfahren, in der Hoffnung bald das Gangmittel zu finden. Es stellte sich jedoch heraus dass es sich hier um verschiedene Lager handelte die im Kalkstein flözartig vorliegen. Es wurde ein Gesenk angegangen, wegen der starken Wasserzugänge aber bald aufgegeben.
Der alte Hauptschacht wird dann 8 Lachter tief ausgeräumt. Wegen starker Wasserzuflüsse gestalteten sich diese Arbeiten als mühselig und kostspielig. Die Belegschaft beträgt zu dieser Zeit 4 Mann. Dann setzte eine starke Dürreperiode ein so dass nun wegen der Trockenheit die Arbeiten leichter vorangehen.
Es wurden Erzlagertrümmer mit 6-8 Zoll Mächtigkeit aufgeschlossen. Nun konnten rund 6000 Pfund Scheideerze abgebaut und nach Altena gebracht werden.
Die ersten Erträge führten dazu dass im Stollen ein “Hundslauf” vorgerichet wurde und ein kleines Zechenhaus gebaut wird. (ARNDTS) . Ein Foto dieses Zechenhauses ist überliefert. Vor dem Haus stand ein großes Kreuz, an dem die Bergleute vor der Einfahrt Ihr Gebet verrichtet. Dies Gebäude wurde um 1936 abgerissen.
Am 30.05.1861 wurde in der Fortsetzung ein weiteres Grubenfeld mit dem Namen Casparizeche II verliehen. Hier sollten neben Antimon auch Blei, Zink, Dachschiefer und Marmor mit gewonnen werden dürfen.Im Jahre 1858 hatte sich die Gesellschaft das Recht mithinzuverleihen lassen, auch Marmor gewinnen zu dürfen. Jedoch waren die Marmorvorkommen nicht lukrativ genug für einen regelmäßigen Abbau.
Mit 10 Mann Belegschaft wird 1860 der “Alte Mann” am ausgehenden im Tagebau ausgebeutet und so 200 Zentner Roherz gefördert, sowie am Vortrieb des Glückauf-Stollens gearbeitet. Mit Durchschlag und Aufschließung von zwei Erzlagern wird der Abbau wieder um das 10fache gesteigert. Von 1863-1865 können noch mal ca. 2000 Zentner Rohrerz gefördert werden. Dann geht die Förderrate deutlich zurück.
1866 werden die Feldesgrenzen nochmal beträchtlich erweitert. Die Berechtsame wird auf 4.300.000 m² ausgedehnt . Hier sollen insgesamt 12 Stollen und Schächte aufgefahren worden sein.
Caspari-Stollen 1824
Glückaufstollen von 1860
Maria-Stollen 1877
1874 wurde zur Erleichterung die Antimonschmelze in das Zechengelände verlegt.

1892 ist die Casparizeche wegen Erschöpfung der Erzlager eingestellt worden.
Am Nördlichen Abhang des Tales sind 2 auffällige Halden, eine gehört angeblich dem Wilhelmstollen. Dies sind wohl Versuchstollen.

Das Rohmaterial wurde mit Hohlkarren über den Hundslauf zur Aufbereitung transportiert . Hier wurde Unreine Stücke ausgelesen und dann das restliche Material in einer Sieberei und Wäscherei weiter verfeinert.
Das Waschert wurde nach Arnsberg zu der Metallhütte des Caspari Rumpe gefahren. Dort wurden das begehrten Antimon gewonnen. Da es besonders arsenfrei war, war die Verarbeitung noch sehr interessant und der gewonnen Antimon eignete sich vorzüglich zur Heilmittelherstellung. Dazu wurde das reine Erz mit Eisenabfällen in einem Graphittiegel in einen gemauerten Zugofen gestellt. Ein paar von diesen Tiegeln sind erhalten geblieben.

Laut einer Beschreibung des Bergreviers Arnsberg von 1890 findet man Antimonfahlerz auf der Grube Bau auf Gott bei Müschede.
Am Ausgang von Hüsten in Richtung Müschede befand sich die Bleierzgrube Elise I ca. 1660 hatten die Grafen von Fürstenberg hier einen Stollen anlegt und davor auch eine Schmelzhütte angelegt. Einige Jahrzehnte soll hier Abbau umgegangen sein. Merkwürdig, dass wir sonst nichts über die Grube wissen.
1938 wird in einem Schreiben zum Vierjahresplan an das Bergamt diese Grube Elise bei Arnsberg erwähnt.
Am Holtenbusch wurde ein Schwerspatgang abgebaut in dem einige Arten Kupfer eingesprengt waren. Die Alten haben hier in einigen Schächten Abbau betrieben. 1822 wird das Bergwerk vom Bürgermeister Arnsbergs neu gemuthet. Es wird Kupferz gefördert. Der Schwerspat wird wohl auf die Halde gekippt.
Das Bergwerk Ferdinandstollen in Arnsberg-Holzen: Ab 1910 wurde hier Baryt abgebaut.
1937 hat das Bergwerk eine Belegschaft von 15 Mann, die im Stollenbetrieb tätig sind.
Eigentümer ist die Gewerkschaft Wisoka, Köln
Grubenvorstand Viktor Czerweny, Köln
Betriebsleiter: Peter Bruchhäuser, Holzen
Noch 1939 ist das Bergwerk in Betrieb. Es ist aktenkundig, dass die Grube “Erzgebirge2″ (Iserlohn) 2 Hauer und ein Lehrling abgeworben hat, weshalb der Steiger Anzeige erstattet.
Vorort findet sich der Hangeinschnitt hinter einem verlassenen Haus. Wir haben den Einschnitt im Sommer begangen. Anscheinend fuehrt der Graben in der nassen Jahreszeit Wasser. Ein Stollenmundloch gibt es nicht mehr. Nur die Rösche, wie Abflussrohre vermuten lassen. Eventuell hat das Haus im unteren Teil schon zu Zeiten des Bergwerkes bestanden. Es ist aus Ziegeln aufgemauert. Der Keller ist zum Graben hin offen, es besteht keine Verbindung zum Obergeschoss.

Auf der anderen Straßenseite befinden sich noch eine verwachsene Resthalde.
Für Arnsberg-Hüsten ist alter Alaun-Bergbau belegt.
Am Spreiberg sind ebenfalls mehrere Pingenzüge die auf alten Bergbau hinweisen, einer ist 16 m lang. (TERIET) hier soll Alaun abgebaut worden sein. Alaun wurde aus Alaunschiefern gewonnen. Der Schiefer wurde abwechselt ausgelaugt und geröstet, dass Alaun wurde beim Gerben von Fellen eingesetzt.
Vorübergehend wurden im 19.JH in einem Bergwerk im Elfensiepen Alaun gefördert. Die Förderzahl von 1863 beträgt 106 to. Bis 1871 sinkt der die Fördermenge sehr stark, steigt dann wieder an und beträgt aber 1881 nur noch 59 to. Wegen schwankender Preise und ungünstiger Aufschlüsse wird der Betrieb 1885 eingestellt.
Am Eisenberg im Seufzertal hat es Eisenerzbergbau gegeben. Es hat sich um Brauneisenstein gehandelt. Der Abbau wurde ca. 1770-80 eingestellt.
Weitere Grubenfelder:
Johannes, Eisenerz
Friedericke, Eisenerz
Sappho, Eisenerz
Eveline, Eisenerz
Bellone, Eisenerz
Fama, Eisenerz
Venus, Eisenerz
Iphigenia, Eisenerz
Josephus, Eisenerz
Minna, Eisenerz
Otto, Eisenerz
Hellmuth, Eisenerz
Rodopis, Eisenerz
Kleopatre, Eisenerz