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18. Februar 2007

Harte Arbeit wird erlebbar

Abgelegt unter: Sundern, News-Archiv — Oliver Glasmacher @ 20:06

Harte Arbeit wird erlebbar
04.02.2007 / LOKALAUSGABE / SUNDERN
B�nkhausen. (b.f.) Die Geschichte Sunderns wurde lange Zeit vom Bergbau geprägt. Die Namen einiger Ortschaften, wie Endorfer oder Linneper H�tte zeugen noch heute von dieser Vergangenheit. Die Hütten dienten der Eisenverarbeitung. Kupfer, Blei, Mangan, Schwerspat, Silber und Calcit wurden ebenfalls abgebaut. F�r B�nkhausen und Endorf spielte der Bergbau im Mittelalter (Beginn um 1453) eine große Rolle. Fast alle Einwohner waren in den Bergwerken t�tig. Mindestens sechs Stollen auf vier Grubenfeldern, “Churfürst-Ernst”, “Joseph”, “D�ckenberg” und “Ottilie” genannt, gab es im ehemaligen Bergbaugebiet. Wenige Meter hinter der Bogenbr�cke �ber dem B�nkhauser Bach befindet sich heute der erste Stolleneingang, der wieder begehbar ist. Stemmecke oder Steinm�cke hie� der Berg in fr�her Zeit und so nennt Hans-Georg Kleiner, der Mann der die Geschichte des Bergbaus in Sundern wieder aufleben lie�, dieses Relikt der Bergbauzeit. Der ca. 100 m lange Suchstollen, auch “Alter Mann” genannt, den er gemeinsam mit dem Heimatverein Endorf freilegte, zeigt in beeindruckender Weise, unter welchen Bedingungen die Menschen damals arbeiten mussten. Mit Bergeisen und Schlegel, in reiner Handarbeit, bearbeiteten die Bergleute den Stein, trieben den Gang immer tiefer in den Berg. Schmal, feucht, dunkel und zugig ist es hier drinnen. Das Wasser tropft best�ndig von der Decke, �ber den Boden flie�t wegen des andauernden Regens das Wasser. Der Gang ist gerade so breit, dass eine Holzschubkarre, mit der das Gestein herausgefahren wurde, hindurch passt und kaum zwei Meter hoch. Drehen konnte man die Karren nur an den Abzweigen zu zwei Seitenstollen, die heute komplett verf�llt sind. Bohrl�cher und Riefen im Fels zeugen von der kr�ftezehrenden Arbeit der M�nner. Wer nicht aufpasst, st��t an die Felsw�nde, die von vielen Weberknechten bev�lkert werden. Mangan f�rbt den Stein an vielen Stellen rot, in einigen B�nkhauser Stollen sind Mineralien, wie der sehr seltene, blau leuchtende Elyit zu finden. Drei bis f�nf Meter Stollen schaffte ein Bergmann in m�hsamen Handarbeit in einem Jahr zu schlagen, die Ausbeute war gering. Der Niedergang des Sunderner Bergbaus begann um 1800, als starke Verluste ihn unrentabel werden lie�en. Heute ist der Berg um den Eingang “Stemmecke” mit Maschendraht gesichert. Fossilhaltiges Gestein ist rundum zu finden, der Boden gut eineinhalb Meter angef�llt, um das Gef�lle zu mindern. Ein starkes Eisengitter verschlie�t den Schacht. So k�nnen seltene Tierarten, wie z.B. die kleinen Flederm�use, hier Quartier suchen, obwohl er gesichert ist. Im Sommer organisiert der Heimatverein Endorf F�hrungen durch das ehemalige Bergbaugebiet mit dem Bergbauspezialisten Hans-Georg Kleiner.quelle: Westfalenpost.de

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