alterbergbau.de

2. September 2007

Besucherbergwerk im alten Stollen ?

Abgelegt unter: Sundern, News-Archiv — Oliver Glasmacher @ 22:45
Besucherbergwerk im alten Stollen ?
30.08.2007 / LOKALAUSGABE / SUNDERN
Endorf. (stef) Waldesruh in Boenkhausen. Seit fast sieben Wochen ist der Stollen, den der Heimatverein Endorf in ehrenamtlicher Arbeit freigelegt hat und seit 2004 betreut, geschlossen. Als zustaendige Bauordnungsbehoerde hat die Stadt Sundern den Zugang und den Eingang zum Stollen verplombt. Wie wird jetzt in dieser Sache weiter verfahren? “Der einzige Weg, den Stollen wieder zu oeffnen, ist, dass man daraus einen Besucherstollen macht”, erklaert Peter Hogrebe von der Bergverwaltung in Recklinghausen der Bezirksregierung Arnsberg. “Nur so kann das Ganze kann legalisiert werden.” Mitte Juli hatte ein anonymer Anrufer bei der Stadt angezeigt, dass Besucher durch den Stollen gefuehrt worden waeren. Was nicht haette sein duerfen. Dieser Sachverhalt wurde vermittelt, ob die Aussage richtig oder falsch war, stand ausser Frage. Schnelles Handeln schien Juergen Loerwald im zustaendigen Bauordnungsamt geboten, so dass er den Stollen versiegeln und verplomben liess. “Um den bestehenden Gefahrenzustand zu sichern, haben wir alles abgesperrt”, so Loerwald. “Es war eine Erstmassnahme, um Gefahren zu unterbinden.” Mit einem Zaun ist der Bereich zum Stollenmund nun weitraeumig abgesperrt. Auch den Weg bis zum Eingang mit dem schweren Eisengitter koenne man nicht freigeben, erklaert Loerwald. “Das kann man aus dem Grunde nicht, da man dort Abgrabungen vorgenommen hat. Dazu braucht man eine Baugenehmigung. Und man weiss nicht, wie sich das Gestein drumherum verhaelt. Da ist moeglicherweise ein Bodengutachten erforderlich.” Gerade bei starkem Regen koennte es Ausschwemmungen geben. “Ich moechte da nicht stehen, wenn das Gestein herunterkommt.” Darueber hatte man offentsichtlich noch nicht nachgedacht, seitdem am Ostermontag 2004 die Eroeffnung des Bergbauwanderwegs vor dem Boenkhauser Stollen in offizieller Runde gefeiert wurde. Doch es bleibt dabei: “Eine rechtlich saubere Loesung zur Begehung dieses Stollens geht nur ueber das Umwidmen des Stollens in ein Besucherbergwerk”, so Peter Hogrebe, der sich in dieser Sache allerdings zurueckhaltend gibt. “Die Zustaendigkeit unseres Hauses ist nur gegeben, wenn Gefahr in Verzug ist. So lange das Ding verschlossen ist, sind wir aber nicht zustaendig.” Um die Erstellung des dazu erforderlichen Betriebsplans kuemmert sich nun der Heimatverein Endorf. Der Vorstand um Klaus Bruder, Rechtsanwalt Guido Loehrer und Bergbau-Freund Hans Kleiner treibt die Sache voran. So schnell wie m�glich m�chten sie den Zugang fuer Besucher wieder freimachen. “Auch wir wollen auf der sicheren Seite sein”, sagt der Heimatverein-Vorsitzende Klaus Bruder. Fuer die Genehmigung des Betriebsplans ist dann wieder die direkte Bergaufsicht in Recklinghausen zustaendig. Peter Hogrebe betont: “Das ist der einzig vernuenftige Weg fuer alle Beteiligten.”. quelle: Westfalenpost.de

läuft stressfrei mit WordPress ( WP.de )