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17. Mai 2008

Bergbauweg durch den Tagebau der Grube Mina

Abgelegt unter: News-Archiv — Oliver Glasmacher @ 21:51

Bergbauweg durch den Tagebau der Grube Mina

10.05.2008 / Lokalausgabe Marsberg. (ad) Der Marsberger Heimatbund arbeitet an einem Leitkonzept zur touristischen Erschließung der Denkmäler des Montanwesens in und um Marsberg. An Aktualität gewinnt dieses Vorhaben jetzt durch das Leader-Projekt “Sauerländisch-Hessische Bergbauroute”. Die Verantwortlichen hoffen, dass sich damit ein langgehegter Wunsch erfüllt, ausgehend vom Besucherbergwerk Kilianstollen, einen Geologie- und Bergbauweg durch den offenen Tagebau der Grube Mina nach Obermarsberg anzulegen. Der erste Streckenabschnitt sollte bis zur Grundschule Obermarsberg führen, in der demnächst das Heimatmuseum der Stadt Marsberg eingerichtet wird. Es wird nicht nur eine wichtige Größe in der erfolgreichen touristischen Erschließung und Vermittlung von Geologie, Archäologie und Geschichte im Marsberger Stadtgebiet bilden, sondern ihm obliegt auch die inhaltliche Darstellung wesentlicher Bestandteile sowie die sachgerechte Aufbewahrung und Präsentation des umfangreichen geologischen und archäologischen Materials. Maßgeblich verantwortlich sind der Montan-Archäologe Martin Straßburger und Dipl.-Geologe Daniel Hennig. Unisono erklärten sie in einem ersten Arbeitsgespräch: “Mit seiner Geschichte, den zahlreichen Bergbaudenkmälern und wichtigen geologischen Aufschlüssen nimmt das Stadtgebiet von Marsberg eine bedeutende Rolle ein.” Verständnis fördern Wissenschaftliche Forschung dient dazu, Wissen und Verständnis zu fördern und so Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung zu schaffen, da eine langfristige Steuerung nur mit solider Datenbasis möglich ist. Die Experten formulierten u.a. folgende Ziele: Schutz, Konservierung und Erhöhung der historischen Authentizität, Integrität und des historischen Charakters für gegenwärtige und zukünftige Generationen; Vermittlung der Einzigartigkeit der Marsberger Geologie und des Bergbaus sowie seiner Identität; Interpretation und Präsentation der Geologie, der Geschichte und der Bedeutung des Bergbaus auf höchster Qualität. Damit das gelingt, haben weitere Fachleute ihre Unterstützung zugesagt: Prof. Dr. Thomas R. Rüde, RWTH Aachen (hydrogeologische Untersuchungen), Dr. Rainer Werthmann, Kassel (chemische Untersuchungen zum Laugeverfahren), Dr. Oesterreich vom Geologischen Dienst in Krefeld und der Markscheider Michael Straßburger. Wie Heimatbund-Vorsitzender Alfred Tack erklärt, soll in Kürze ein Gespräch mit Interessierten und Verantwortlichen stattfinden, um die Details für das Stadtgebiet Marsberg mit Blick auf die im Rahmen des Leader-Projektes angestrebte Bergbauroute zu erörtern. Dazu gehöre natürlich auch das Grobkonzept des Geologie- und Bergbauweges vom Kilianstollen bis zum Heimatmuseum in Obermarsberg.

Quelle: westfalenpost.de

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